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Turnen : Meisterriege schmeißt Hambüchen raus

  • Aktualisiert am

Zu viel Show, zu wenig Teamgeist? Florian Hambüchen Bild: AP

Weil er lieber bei „TV total“ auftritt als in der Bundesliga, und man sich generell nicht auf ihn verlassen könne, trennt sich der KTV Straubenhardt von Fabian Hambüchen.

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          Turnstar Fabian Hambüchen hat von seinem Team KTV Straubenhardt die Rote Karte erhalten. Der deutsche Mannschaftsmeister verzichtet in Zukunft auf die Dienste des Reckweltmeisters von 2007. „Wir werden definitiv ohne Fabian Hambüchen in die nächste Saison gehen. Man weiß bei ihm nie, ob und was er macht. Man kann sich nicht auf ihn verlassen“, sagte KTV-Trainer Alexej Grigoriev nach dem Finale der Deutschen Turn-Liga am Samstag in der Max-Schmeling-Halle von Berlin, das die Badener mit 39:23 gegen die TG Saar gewannen.

          Hambüchen hatte vergangene Woche nach einem Auftritt beim Turmspringen in der TV-Show von Stefan Raab seinen Verzicht auf das Ligafinale erklärt. Er sei „fix und fertig“ und habe „in zehn Monaten Rehabilitation“ nach seiner Achillessehnen-Operation nur „drei freie Tage“ gehabt. „Unser erklärtes Ziel war, das Finale auch ohne Hambüchen zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Wir haben am Ende gewonnen, weil die Mannschaft als solche funktioniert und kaum Fehler gemacht hat. Außerdem waren wir taktisch deutlich besser“, sagte Grigoriev.

          Zu viele Extradrehungen von Hambüchen. Straubenhardt verzichtet zukünftig auf den Weltmeister
          Zu viele Extradrehungen von Hambüchen. Straubenhardt verzichtet zukünftig auf den Weltmeister : Bild: dpa

          KTV-Chef Horst Rapp bestätigte die Trennung vom ehemaligen Reckweltmeister: „Wir werden unser Team um Marcel Nguyen und Thomas Taranu weiterentwickeln. Beide haben sich hervorragend in die KTV eingebracht und stehen noch nicht am Ende ihrer Entwicklung. Nguyen hat sich gegen den Weltcup und für das Finale mit seinem Verein entschieden.“

          Boy glänzt beim Weltcup

          Derweil glänzte Philipp Boy am Sonntag beim Weltcup in Tokio mit einem hervorragenden zweiten Platz. Boy musste sich mit 90,098 Punkten im Mehrkampf nur dem überragenden japanischen Lokalmatador Kohei Uchimura (93,565) geschlagen geben und konnte sich über einen gelungenen Abschluss des Jahres freuen. Die Tageshöchstnote von 16,000 Punkten erhielt Boy für eine fehlerlose Übung am Reck. „Mit dieser Wertung konnte ich endlich auch mal Uchimura schlagen“, freute sich der Turner aus Schwedt über seinen perfekten Vortrag.

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