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Turn-WM : Negative Kettenreaktion

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„Ich habe zu viele kleine Fehler gebracht“: Elisabeth Seitz bei der Turn-WM Bild: dpa

Elisabeth Seitz kommt im Mehrkampf-Finale der Turn-WM nicht über den 15. Platz hinaus. Viele kleine Unsicherheiten summieren sich zu einem enttäuschenden Ergebnis.

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          Elisabeth Seitz ist am Freitag im Mehrkampf-Finale der Turn-Weltmeisterschaften von Antwerpen nicht über den 15. Platz hinaus gekommen. Mit 53,665 Punkten verpasste die Olympia-Zehnte aus Mannheim ihre zurückliegenden WM-Ergebnisse mit den Plätzen elf (2011) und zwölf (2010) deutlich. „Ich habe zu viele kleine Fehler gebracht. Ich werde mir das genau anschauen und daran arbeiten, sie abzustellen“, meinte Seitz mit traurigem Blick.

          Der Titel ging an die erst 16-jährige Simone Biles, die mit 60,216 Punkten die Siegesserie der amerikanischen Girls verlängerte, die seit 2007 bisher nur einmal durchbrochen worden war. Die amerikanische Meisterin beeindruckte ihre Teamgefährtin Kyla Ross (59,332) vor allem mit bestechender Ausführung am Sprung und Boden und verwies die Team-Olympiasiegerin auf Platz zwei. Bronze gewann die russische Barren-Olympiasiegerin Alija Mustafina (58,856).

          Elisabeth Seitz startete schwungvoll am Boden und durfte sogar Szenenapplaus der 7000 Zuschauern in Empfang nehmen. Jedoch landete sie bei ihrer letzten Akrobatikbahn mit beiden Füßen außerhalb der Matte und startete damit ihren Vierkampf nur von Rang 16 aus.

          Eine ähnliche Aufholjagd wie Fabian Hambüchen am Vortag gelang ihr nicht. Nach ordentlichem Sprung baute sie ihre Stufenbarren-Übung um und konnte nicht wie angekündigt das letzte Risiko eingehen. Mit der Note 13,733 konnte die Olympia-Sechste an diesem Gerät nicht zufrieden sein. „Der Pak-Salto war nicht optimal, das hat eine Kettenreaktion ausgelöst“, kommentierte die 19-Jährige. Auch am Balken ließ sie gewohnte Stabilität vermissen. Wie schon im Vorkampf musste sie unfreiwillig das Gerät verlassen. „Das ist bitter. Bis dahin lief die Übung ganz gut“, bedauerte sie und unterstrich, dass es ihr an Ehrgeiz nicht gemangelt habe.

          Am Samstag stehen in Antwerpen die ersten fünf Gerätefinals an. Dabei tragen Fabian Hambüchen am Boden und WM-Neuling Sophie Scheder aus Chemnitz am Stufenbarren die deutschen Hoffnungen.

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