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Turn-EM : Fabian Hambüchen erkämpft Titel am Reck

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Erfolg am Reck: Fabian Hambüchen Bild: dpa

Fabian Hambüchen hat sich nach der Silbermedaille im Mehrkampf bei der Turn-EM den Titel am Reck gesichert. Bereits vor zwei Jahren war der heute 19-jährige Europameister an seinem Spezialgerät geworden.

          Fabian Hambüchen hat sich am Sonntag in Amsterdam zum zweiten Mal nach 2005 zum Reck-König Europas gekrönt. Mit einer Glanz-Übung an seinem Spezialgerät toppte er sogar noch den Mehrkampf am Tag zuvor, bei dem er als zweiter Deutscher nach Eberhard Gienger 1975 die Silbermedaille in Empfang nehmen durfte.

          Nach der Weltpremiere seiner Übung mit der sensationellen A-Note von 7,0 konnte er sich sogar leichte Abstriche bei der Haltungsnote erlauben und setzte sich mit 16,025 Punkten vor Ex-Weltmeister Aljaz Pegan (Slowenien/15,675) und Olympiasieger Igor Cassina (Italien/15,575) durch.

          Hambüchen genoss seinen Triumph vor den 3.000 Zuschauern sichtlich und winkte schon vor Ende der Konkurrenz immer wieder freudig ins Publikum. Gegenüber dem Vorkampf hatte er den Schwierigkeitsgrad durch den Adler und eine schwierige Verbindung noch einmal um 0,7 Zähler aufgestockt und präsentierte sie nahezu perfekt. „Bei der Konkurrenz musste ich volles Risiko gehen“, begründete er. „Ich bin heilfroh, dass alles gut gegangen ist.“

          „Bronze in Aarhus, Silber in Amsterdam - jetzt wisst ihr ja, was kommt“

          Tags zuvor hatte der angehende Abiturient vom Goethe-Gymnasium Wetzlar nach einem großartigen Mehrkampf (89,675 Punkte) nur durch einen winzigen Wackler beim Seitpferd-Abgang den ersten Allround-Titel eines deutschen Turners verpasst. „Bronze in Aarhus, Silber in Amsterdam - jetzt wisst ihr ja, was bei der WM in Stuttgart kommt“, scherzte der 19-Jährige. „Ich freue mich riesig über Silber. Das war ein Hammer-Wettkampf, vor allem, weil meine schwächeren Geräte am Schluss lagen“, sagte Hambüchen. Der Sieg ging an den Russen Maxim Dewjatowski (90,250).

          Auch Cheftrainer Andreas Hirsch freute sich über Silber. „Wir standen vor der Frage, auf Sicherheit gehen und Vierter werden oder volles Risiko auf die Gefahr hin, dass hinten raus die Kräfte fehlen. Ich denke, wir haben richtig entschieden“, meinte er. Gerade an Pferd und Ringen wurde aber deutlich, wie sehr der zweite Sechskampf innerhalb von 24 Stunden an den Kräften des Jungstars gezehrt hatte.

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