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Triathlon-EM : Härte gefragt - auch in der Terminfrage

Triathlon-EM in Frankfurt am Main: Der Termin für 2020 ist kaum noch zu halten. Bild: dpa

Noch steht der Termin für die Triathlon-EM in Frankfurt. Doch was für Olympische Spiele und Fußball-EM gilt, sollte auch für den Ironman gelten. Auch zum Wohle der Athleten.

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          Was wird aus der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt? Nachdem schon der Frühjahrsklassiker, das Radrennen Eschborn-Frankfurt am 1. Mai, der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, droht Ähnliches auch der Großveranstaltung im Triathlon. Noch steht der Termin 28. Juni. Anders als die Challenge-Macher in der fränkischen Triathlon-Hochburg Roth wollen die Ironman-Strategen noch nicht die Reißleine ziehen. Man setzt auf Zeit – und auf eine seit Jahren gewachsene enge Partnerschaft mit den Behörden.

          Frankfurt und Hessen profitieren in normalen Zeiten vom Ironman am Main, von jener am 18. August 2002 aus dem Nichts erschaffenen Veranstaltung. Schon damals spielte Gründer Kurt Denk Doppelpass mit der Politik. Seine Nachfolger achtzehn Jahre später sind gut beraten, im ständigen Dialog mit den Gesundheitsbehörden abzuwägen, ob es in pandemischen Zeiten verantwortungsvoll ist, auf einen Start zu spekulieren. Sollen die mehr als 3000 Sportler mit der Entscheidungsverzögerung in einem Training gehalten werden, das kaum mehr möglich ist?

          Wer sich seit zwei Wochen nur noch zu Hause im Wohnzimmer radelnd fit hält, lediglich dosiert laufen und überhaupt nicht schwimmen kann, weil die Bäder geschlossen sind, durchlebt eine „Trainingsphase“ voller Unwägbarkeiten. Und wird mehr oder weniger dazu getrieben, seine Fitness in den Vordergrund zu stellen, während die Zahl der Infizierungen und die Zahl der Toten in Europa täglich steigen.

          Sicher, seit der letzte Starter 2019 den Zielstrich am Römerberg passierte, hat Renndirektor Pascal Morillon mit seinem Team in der Liederbacher Zentrale hart an der Organisation der Ausgabe 2020 gearbeitet. Es ist verständlich, dass er am 28. Juni als Termin für den Wettkampf festhalten will. Jeder wünscht sich ein schnelles Ende der Pandemie und die Rückkehr in den Alltag mit Spiel und Sport.

          Aber die Befürchtungen der Frankfurter sind nur zu realistisch. Die Ironman-Rennen über die Lang- und Mitteldistanz wie auf Lanzarote und in Barcelona, geplant für Mai, sind in den Herbst verschoben oder abgesagt. Der Juni-Rennkalender steht zur Disposition. Wenn Olympische Spiele und die Fußball-Europameisterschaft auch zum Wohle der Athleten frühzeitig verschoben werden mussten, dann gilt das auch für den Ironman in Frankfurt.

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