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Tour de France : Tag der Tonys

  • -Aktualisiert am

Plötzlich Bergkönig: Tony Martin in Punkten Bild: dpa

Perfektes Solo: Tony Martin zieht seine Flucht bis ins Ziel erfolgreich durch und erringt den fünften deutschen Etappensieg bei dieser Tour. Tony Gallopin fährt ins Gelbe Trikot.

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          Es war urplötzlich eine Art Einzelzeitfahren, fast 60 Kilometer lang. Tony Martin hatte sich einfach von seinem Begleiter abgesetzt, von dem Italiener Alessandro de Marchi. Und dann gab es kein Halten mehr für den Zeitfahr-Weltmeister, Martin startete ein beeindruckendes Solo – und wurde am Sonntag in Mülhausen als großer Sieger der neunten Etappe der Tour de France gefeiert. Es war ein außergewöhnlicher Moment für den Eschborner, eine erstaunliche Leistung, die ihn offenbar selbst tief bewegte. „Solche Tage hat man nicht so oft in seiner Karriere.“ Und die Tour ist inzwischen fast zu einer Tour d’Allemagne geworden: Martins Coup am Sonntag war bereits der fünfte deutsche Etappensieg bei der 101. Tour de France.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Auch für die Franzosen fiel bei der 170 Kilometer langen Fahrt zwischen Gerardmer und Mülhausen nahe der deutschen Grenze wieder etwas ab – es war sogar das Gelbe Trikot. Das trägt nun Tony Gallopin, der sich in einer Gruppe befunden hatte, die deutlich vor Vincenzo Nibali und Alberto Contador in Mülhausen ankam. Der Italiener, der zuvor an der Spitze der Gesamtwertung lag, und sein spanischer Widersacher hatten keine Anstalten gemacht, Gallopins Glück zu verhindern. Ihre Tage kommen wieder, demnächst in den Alpen. Dort dürfte der Franzose keine Chance mehr gegen Nibali und Contador haben.

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          Der Wahl-Schweizer Martin, der beim belgischen Team Omega-Pharma Quickstep unter Vertrag steht, errang nicht nur den Tageserfolg in Mülhausen, er holte sich gleichzeitig als Beigabe auch das Bergtrikot. Doppelter Lohn also für seinen Mut, sich früh, bereits nach etwa 15 Kilometern, auf und davon zu machen – erst in Gesellschaft, später alleine. Und so schilderte Martin das Geschehen am Sonntag kurzerhand so: „Es war ein perfekter Tag.“

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