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Tour-de-France-Sieger : Was war im ominösen Paket an Wiggins?

  • Aktualisiert am

Unter Verdacht: der frühere Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins. Bild: dpa

2011 bekam Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins ein Paket. Doch warum wurde es über 1000 Meilen geliefert, wenn man den angeblichen Inhalt auch vor Ort für acht Euro kaufen kann?

          Die ominöse Paketlieferung an den früheren Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins aus dem Jahr 2011 soll Hustenlöser enthalten haben. Das sagte Sky-Teamchef Dave Brailsford vor dem Parlamentsausschuss am Montag. Es handelt sich demnach um das Mittel Fluimucil, das von der Welt-Anti-Doping-Agentur zugelassen ist. Laut Brailsford habe er die Informationen vom Sportarzt Richard Freeman erhalten, Beweise oder Belege konnte er nicht vorlegen.

          Die Paketlieferung hatte zu Verdächtigungen und einer Untersuchung gegen Sky und Wiggins geführt. Der damalige Frauen-Trainer Simon Cope hatte das Paket von England nach La Toussuire zum Tour-de-France-Vorbereitungsrennen Critérium du Dauphiné gebracht. So musste sich Brailsford fragen lassen, warum das Team ein Medikament über 1000 Meilen verschickt habe, das in Frankreich für acht Euro erhältlich gewesen wäre. Der Sky-Manager betonte indes, dass Cope ohnehin unterwegs gewesen und dies der einfachste Weg gewesen sei.

          Brailsford hatte sich im Sommer in Ungereimtheiten verstrickt. Einen Privat-Termin von Wiggins bei Freeman im Sky-Bus habe es nicht gegeben, hatte der Teamchef zunächst behauptet. Videos zeigten jedoch, wie der Superstar Sieger-Interviews vor dem Bus gab. Auch hatte Brailsford zunächst angegeben, Cope habe nicht das Team, sondern Emma Pooley aufgesucht. Pooley dementierte dies, sie weilte zu dieser Zeit in Spanien.

          Wiggins geriet in dieser Saison ohnehin in den Fokus. So hatten russische Hacker offengelegt, dass Wiggins das auf der Dopingliste stehende Asthmamittel Triamcinolon zwischen 2011 und 2013 - unter anderem vor seinem Toursieg 2012 - dreimal gespritzt bekommen habe. Der Olympiasieger hatte dafür vom Internationalen Radsport-Verband UCI jeweils Ausnahme-Genehmigungen, sogenannte TUEs, vorgelegt.

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