https://www.faz.net/-gtl-134xf

Tour de France : Cancellara fährt ins Gelbe Trikot

  • Aktualisiert am

Aus Weiß wird Gelb: In Monte Carlo war keiner schneller als Fabian Cancellara Bild: AFP

Der Schweizer Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara ist erster Spitzenreiter der 96. Tour de France. Der Radprofi vom Team Saxo Bank gewann den 15,5 Kilometer lange Zeitfahren vor dem spanischen Topfavoriten Alberto Contador. Klöden wurde Vierter, Armstrong Zehnter.

          1 Min.

          Die Armstrong-Show blieb aus, Olympiasieger Fabian Cancellara wurde seiner Favoriten-Stellung zum Tour-Auftakt gerecht. Der nach vierjähriger Abwesenheit bei seinem Tour- Comeback im Fürstentum Monaco gefeierte Lance Armstrong konnte am Samstag nicht ernsthaft in den Kampf um das erste Gelbe Trikot eingreifen und war als Zehnter beim 15,5 Kilometer langen Zeitfahren 40 Sekunden langsamer als Cancellara. Der Schweizer setzte sich in der Siegerzeit von 19:32 Minuten wie 2004 und 2007 gleich zu Beginn an die Spitze der Tour de France. Bester Deutscher war der umstrittene Andreas Klöden als Vierter, Tour-Novize Tony Martin verpasste als Achter um eine Sekunde das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers, das sich der Tscheche Roman Kreuziger schnappte.

          Armstrongs Team-Kollege Alberto Contador stellte den 37-jährigen Rückkehrer aus Texas in der teaminternen Astana-Auseinandersetzung in den Schatten, belegte 18 Sekunden hinter Cancellara den zweiten Platz. Dritter hinter dem Spanier im schweißtreibenden Kampf gegen die Uhr durch das unter einer schwülen Hitzeglocke liegende Fürstentum war der Brite Bradley Wiggins.

          Armstrong war nur bedingt zufrieden

          Klöden war die Überraschung bei Astana. Bei dem kasachischen Team hatte sich in den vergangen Tagen und Diskussionen alles nur um Armstrong und Contador gedreht. Der Name Klöden fiel nie. Den ehemaligen T-Mobile-Profi verfolgen die Doping-Vorwürfe der Freiburger Untersuchungs-Kommission verfolgen. Der 32-Jährige, der der deutschen Presse sehr einsilbig entgegentritt, war 2004 und 2006 jeweils Tour-Zweiter. Der in Schwalbach lebende Martin vom Columbia-HTC-Team war von der Atmosphäre und Stimmung überwältigt. „Ich habe das Maximale aus mir herausgeholt. Weiß gleich zu Beginn, wäre ein Traum gewesen“, sagte der 24-Jährige, der von der Kulisse in Monaco, den mehr als 100.000 Zuschauern und dem Tour-Flair sichtlich beeindruckt war.

          Zwei Teamkollegen waren schneller: Lance Armstrong lag im Ziel auf Platz zehn

          Der 13 Jahre ältere Armstrong war mit seinem Tour-Comeback nur bedingt zufrieden, was weniger sein Erklärungsversuch als seine Miene verriet. „Zugegeben, ich war ein bisschen nervös - kein Wunder, ich war so lange weg. Der Kurs war sehr technisch, sehr schwierig und es war kompliziert, einen Rhythmus zu finden. Ich hatte keine Illusionen und nicht mit einem Sieg gerechnet, trotzdem habe mich wohl gefühlt. Es war eine großartige Atmosphäre“, sagte Armstrong, der entgegen früheren Gewohnheiten nach dem Rennen bereitwillig für Interviews zur Verfügung stand.

          Weitere Themen

          Kein Münchner Coup

          Eishockey-Champions-League : Kein Münchner Coup

          Vier Tore hätte Red Bull München im Viertelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League aufholen müssen. Doch die Abschlussschwäche und ein überragender Stockholmer Goalie verhinderten den Coup.

          Topmeldungen

          Zwei große Mächte im Welthandel: US-Präsident Donald Trump (links) fasst sich an die Jacke, während er für ein Foto mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Rande des G-20-Gipfels in Osaka posiert.

          Trumps Blockade : Schwerer Schlag für den Welthandel

          Donald Trump legt das Instrument zur Streitschlichtung der Welthandelsorganisation lahm. Die EU-Kommission sucht noch nach einer Lösung, um die Blockade zu umgehen.
          Präsidenten Macron und Putin in Paris

          Ukraine-Gipfel in Paris : Die Folgen der Inkonsequenz

          Auf dem Pariser Gipfel ging es nicht nur um den russisch-ukrainischen Konflikt. Sondern auch darum, mit welchen Botschaften der Westen dem russischen Regime entgegentritt. Putin spielt auf Zeit – und der Westen setzt ihm kaum etwas entgegen.

          Trauer um Roxette-Star Fredriksson : „Danke Marie“

          An ihrer Stimme kam in den 90er Jahren niemand vorbei, sie war das Gesicht von Roxette: Marie Fredriksson ist früh gestorben – die Trauer bei den Fans ist groß. Und auch ihr Band-Partner nimmt Abschied von einer ganz besonderen Freundin.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.