https://www.faz.net/-gtl-a0gsf

Buchmann bei Tour de France : „Der Gesamtsieg ist nicht unmöglich“

  • Aktualisiert am

Ein Mann fürs Podium: Emanuel Buchmann. Bild: dpa

Nach dem vierten Platz vom Vorjahr peilt Radprofi Emanuel Buchmann bei der Tour de France diesmal mindestens das Podium an. Das Team mit zwei weiteren deutschen Fahrern ist auf ihn zugeschnitten.

          2 Min.

          Emanuel Buchmann hat seine großen Ambitionen bei der diesjährigen Tour de France (29. August bis 20. September) bekräftigt. „Der Gesamtsieg ist nicht unmöglich. Warum nicht? Ich war letztes Jahr Vierter, ich will mich jedes Jahr verbessern. Dieses Jahr ist das Podium das Ziel“, sagte der 27-Jährige Buchmann an diesem Dienstag im Trainingslager des Radrennstalls Bora-hansgrohe im Ötztal.

          Mit der voraussichtlichen Besetzung seines Teams für die wegen der Corona-Pandemie auf Ende August verschobene Frankreich-Rundfahrt ist der gebürtige Ravensburger zufrieden: „Wir haben ein extrem starkes Team. Wir haben viele Jungs für die Berge. Wir können einiges erreichen“. Buchmann, der zuletzt im Rahmen einer Charity-Aktion die „Everest-Challenge“ absolvierte, erklärte, angesichts der Coronapause sei die Konkurrenzsituation bei der Tour schwierig zu beurteilen. 

          Die Mannschaft von Bora-hansgrohe ist in diesem Jahr auf jeden Fall noch mehr auf ihn als Klassementfahrer zugeschnitten. Lediglich der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) bekommt eine Sonderrolle. Neben Buchmann sind auch Maximilian Schachmann und Youngster Lennart Kämna als weitere Deutsche im achtköpfigen Team für die Frankreich-Rundfahrt vorgesehen. Weitere Fahrer im Tour-Aufgebot sind Daniel Oss (Italien), Felix Großschartner, Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger (alle Österreich). Schachmann war ursprünglich nicht für das Tour-Team vorgesehen, änderte nach der Verschiebung der Olympischen Spiele aber sein Rennprogramm.

          Spektakulärer Fahrer mit Sonderrolle: Peter Sagan.

          Sagan soll unterdessen für ein weiteres Grünes Trikot sorgen, der 30-Jährige hat bereits sieben Mal die Punktewertung gewonnen und ist damit Rekordsieger. Der Radstar aus der Slowakei wird auch beim Giro d’Italia an den Start gehen und damit einige der zeitgleichen Klassiker verpassen.

          „Wir wollen den nächsten Schritt machen. Der nächste Schritt ist das Podium, danach sehen wir weiter. Wer hat letztes Jahr gedacht, dass er so nah ans Podium ranfahren kann“, sagte Teamchef Ralph Denk mit Blick auf die Chancen von Buchmann, der im weiteren Saisonverlauf auch noch bei der Spanien-Rundfahrt starten soll.

          Für die nächste Saison ist eine Verpflichtung des viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome bei Bora-hansgrohe kein Thema. „Wir haben unsere Philosophie. Wir haben junge Rundfahrer. Es ist nicht unsere Absicht, einen früheren Tour-de-France-Sieger zu verpflichten.“ Froomes Vertrag beim Team Ineos läuft aus.

          Denk rechnet durch die Coronavirus-Pandemie in Zukunft mit sinkenden Budgets. „Die Sponsoren erfüllen ihre Verträge, man muss aber auch an die zweite oder dritte Periode denken. Es ist schwierig, die Verträge zu den gleichen Konditionen zu verlängern. Ich denke nicht, dass wir Teams verlieren, aber die Budgets werden sinken“, sagte Denk, der bislang bei den Sponsoreneinnahmen keine Einschnitte zu verkraften hatte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der türkische Präsident mit seiner Ehefrau Emine in der Hagia Sophia

          Zukunft der Türkei : Kommt jetzt das Kalifat?

          Versperrte Wege: Wofür die Türkei dem Westen nicht mehr zur Verfügung steht und wohin sie unter dem „neuen Sultan“ treibt. Ein Gastbeitrag.
          Der Hauptangeklagte Stephan E. mit seinem Verteidiger.

          Geständnis von Stephan E. : „Es war falsch, feige und grausam“

          Eine schwere Kindheit, Jähzorn und Ausländerhass, der vom Vater übernommen sein soll. Nach dem Geständnis von Stephan E., Walter Lübcke erschossen zu haben, ist dessen Familie empört.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.