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Tour de France : An Cavendish führt kein Sprint vorbei

  • Aktualisiert am

Provokateur Cavendish beim Zielsprint: Wo bleibt ihr denn? Bild: REUTERS

Sprintspezialist Mark Cavendish hat auch die 18. Etappe der Tour de France gewonnen und damit seinen vierten Tageserfolg gefeiert. Der Brite setzte sich im Massensprint überlegen durch - und konnte sich sogar nach seinen Konkurrenten umdrehen.

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          Der Brite Mark Cavendish degradierte seine Konkurrenten auch in der Wein-Metropole am Ufer der Garonne zu Statisten - obwohl er auf seinen bisherigen Anfahrer Mark Renshaw nach dessen Disqualifikation vor einer Woche verzichten musste. Der 25 Jahre alte Brite siegte in Bordeaux so überlegen wie noch nie in diesem Jahr und konnte sich bei der Zieldurchfahrt sogar provozierend nach seinen Konkurrenten umdrehen. Julian Dean und Alessandro Petacchi blieben nach 198 Kilometern nur Rang zwei und drei.

          Cavendish, der auf der Zielgeraden der 18. Etappe diesmal von dem Österreicher Bernhard Eisel auf die letzten 200 Meter in den Wind entlassen wurde, ahmte seinen Lehrmeister Erik Zabel nach. Der jetzige Berater im HTC-Columbia-Team hatte 1995 und 1997 in Bordeaux gewonnen und freute sich am Freitag im Ziel zusammen mit seinem Schützling. Milram-Sprinter Gerald Ciolek kam 300 Meter vor dem Ziel hingegen nicht an seinem Teamkollegen Luke Roberts vorbei, schrie seinen Frust noch auf der Zielgeraden heraus und wurde nur 24.

          Contador und Schleck schonten sich für den Showdown

          Die beiden Topfahrer Alberto Contador und Andy Schleck, für die am Samstag beim 52 Kilometer langen Zeitfahren von Bordeaux nach Pauillac noch einmal die Stunde der Wahrheit schlägt, erholten sich so gut es ging von den Pyrenäen-Strapazen. Die Teams der beiden hielten sich auf der Verfolgung einer vierköpfigen Ausreißergruppe ebenso zurück wie im Finale beim Gerangel der Sprinter-Mannschaften.

          Vierter Tagessieg für den britischen Sprinter
          Vierter Tagessieg für den britischen Sprinter : Bild: REUTERS

          Vor dem Kampf gegen die Uhr trennen den Träger des Gelben Trikots aus Spanien und seinen Herausforderer aus Luxemburg weiter acht Sekunden. Wegen der höher eingeschätzten Zeitfahr-Qualitäten dürfte der Vorsprung reichen, Contador den dritten Toursieg nach 2007 und 2009 zu garantieren. Auch wenn der Führende vorsichtig bleibt: „Die Tour ist erst am Sonntag in Paris zu Ende“.

          Tony Martin zählt zu den Favoriten beim Zeitfahren

          Schon unmittelbar nach dem Start hatten verschiedene Fahrer - darunter auch der Milram-Kapitän Linus Gerdemann - versucht, eine Ausreißergruppe zu initiieren. Die richtigen Kandidaten hatten sich nach fünf Kilometern zusammen gefunden. Aber im Finale war ein Quartett um den Dänen Matti Breschel chancenlos. Die Sprinter sortierten sich zum Massensprint und hatten die Ausreißer knapp 13 Kilometer vor dem Ziel „geschluckt“.

          Auch Tony Martin, inzwischen in die Niederungen des 143. Platzes im Gesamtklassement abgetaucht, musste sich am Freitag ins Zeug legen für Cavendish. Der bisher enttäuschende Eschborner will am Samstag zeigen, dass er in gewisser Weise auch zur Tour-Elite gehört. Neben Prologsieger Fabian Cancellara und Contador, der weiter seinem ersten diesjährigen Etappensieg hinterherfährt, zählt er zu den Favoriten beim Zeitfahren. „Seit Tagen konzentriert er sich auf nichts anderes“, sagte sein Teamchef Rolf Aldag.

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