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ATP Finals in Turin : Topfavorit Djokovic gelingt Auftakt bei Saisonfinale der Tennis-Tour

  • Aktualisiert am

Ein Pokal in Runde eins? Ja, denn Novak Djokovic wird das Jahr 2021 als Erster der Weltrangliste beenden – und wird dafür gebührend geehrt. Bild: EPA

Novak Djokovic startet mit einem Sieg in das Tennis-Saisonfinale. Im Anschluss stemmt der Weltranglisten-Erste bereits einen Pokal in die Höhe – obwohl das Turnier gerade erst angefangen hat.

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          Topfavorit Novak Djokovic hat den ersten Schritt zum erhofften nächsten bedeutenden Tennis-Titel gemeistert. Bei der Turin-Premiere des Saisonfinals gewann der serbische Weltranglisten-Erste am Montag sein erstes Vorrundenspiel gegen den Norweger Casper Ruud 7:6 (7:4), 6:2. Djokovic strebt den sechsten Titel beim Jahresendturnier der acht besten Tennisprofis der Saison an und würde damit mit Rekordhalter Roger Federer gleichziehen. Letztmals triumphierte der 34-Jährige bei den ATP Finals 2015.

          Nach seinem Erfolg über Ruud wurde Djokovic mit einem Pokal dafür geehrt, dass er das Jahr abermals als Nummer eins beenden wird. Zum siebten Mal hat er dies bereits geschafft – so oft wie keiner zuvor. „Das fühlt sich unglaublich an“, sagte er. Er fühle sich gesegnet, dies nun einmal mehr erreicht zu haben als sein Kindheitsidol, der Amerikaner Pete Sampras.

          Djokovic berappelt sich – Tsitsipas verliert

          Die Partie gegen Ruud begann kurios: Djokovic rutschte im ersten Spiel weg, verlor den Schläger aus der Hand, rappelte sich wieder auf, griff nach seinem Schläger und spielte sofort wieder den Ball. Den Punkt verlor der Topgesetzte aber trotzdem – und der zwölf Jahre jüngere Norweger lag prompt mit einem Break vorn. „Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was beim Breakball im ersten Spiel passiert ist“, sagte Djokovic: „Es war ein schrecklicher Start.“ Zum 3:3 glich der 20-fache Grand-Slam-Champion aus. Das Match dominierte der Serbe aber erst, nachdem er sich den ersten Satz im Tiebreak sicherte.

          Neben Djokovic sicherte sich Andrej Rubljow einen Vorteil im Kampf um einen der beiden vorderen Plätze in der grünen Gruppe. Der russische Weltranglisten-Fünfte behauptete sich gegen den 2019-Turniersieger Stefanos Tsitsipas aus Griechenland 6:4, 6:4.

          In der roten Gruppe könnte der Hamburger Alexander Zverev im besten Fall schon am Dienstag (14.00 Uhr/Sky) das Halbfinale des für ihn letzten Turniers des Jahres erreichen. Dafür muss der Weltranglisten-Dritte aber in jedem Fall seine Niederlagenserie gegen den russischen US-Open-Gewinner Daniil Medwedew beenden. Sein erstes Gruppenspiel hatte Zverev am Sonntag frühzeitig gewonnen, weil der Italiener Matteo Berrettini zu Beginn des zweiten Satzes verletzt aufgab. Die ersten Beiden der zwei Vorrundengruppen kommen weiter.

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