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Tischtennis-WM : Deutsches Mixed-Duo ausgeschieden, Boll muss passen

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Vom Fieber geschwächt: Timo Boll Bild: dpa

Timo Boll muss bei der Tischtennis-WM seine Achtelfinalteilnahme absagen. Unglücklich verläuft das Turnier auch für das deutsche Mixed-Duo Franziska und Solja.

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          Die Tischtennis-Profis Patrick Franziska und Petrissa Solja haben bei den Weltmeisterschaften in Budapest das Endspiel im Mixed verpasst. Der Weltranglisten-18. und die europäische Top-16-Siegern verloren am Donnerstagabend im Halbfinale in 1:4 Sätzen gegen die Titelverteidiger Maharu Yoshimura und Kasumi Ishikawa aus Japan. „Wenn man ein WM-Halbfinale verliert, ist man natürlich enttäuscht“, sagte Franziska, der in dieser Partie durch eine Verstauchung am Zeh gehandicapt war. „Wir hätten aber auch verloren, wenn ich mich besser hätte bewegen können. Unsere Gegner waren einfach besser.“

          Der 26 Jahre alte Franziska (1. FC Saarbrücken) und die 25 Jahre alte Solja (TSV Langstadt) hatten allerdings schon vor dieser Niederlage die Bronzemedaille sicher, da dritte Plätze bei einer WM nicht extra ausgespielt werden. Die beiden holten damit die einzige deutsche Medaille in Budapest, da Timo Boll am Donnerstag wegen Fiebers seine weiteren WM-Einsätze im Doppel und Einzel absagen musste.

          Bolls Erkrankung traf auch seinen Doppelpartner Franziska, da beide dank ihrer starken Auftritte in den ersten drei Runden auch in diesem Wettbewerb auf Medaillenkurs waren. „Das ist sehr, sehr bitter für ihn, ich habe ihn auch angerufen“, sagte er. „Aber ich musste das vor diesem Mixed wegstecken, da sind wir Profis genug.“

          Weltranglisten-Erster ausgeschieden

          Der Weltranglisten-Erste und Turnierfavorit Fan Zhendong aus China ist unterdessen ebenfalls nicht mehr im Wettbewerb. Der 22-Jährige verlor im Achtelfinale in 2:4 Sätzen gegen seinen Landsmann Liang Jingkun. Die Chinesen dominieren den Tischtennis-Sport seit Jahrzehnten, haben in Budapest aber schon am Vortag eine überraschende Niederlage hinnehmen müssen. Der an Nummer zwei gesetzte Xu Xin scheiterte in der dritten Runde gegen den Franzosen Simon Gauzy.

          Somit steht bereits nach der Hälfte des Turniers fest, dass es im Herren-Einzel zum ersten Mal seit 16 Jahren kein rein chinesisches WM-Endspiel mehr geben wird. Auch der Titelverteidiger und Olympiasieger Ma Long ist nach seiner langen Verletzungspause noch nicht wieder in Bestform.

          Selbst den verbliebenen Chinesen hätte Boll dank einer günstigen Auslosung bis zu einem möglichen Finale aus dem Weg gehen können. Der siebenfache Europameister und zweimalige World-Cup-Sieger, der bei Individual-Weltmeisterschaften bislang nur einmal Bronze im Einzel (2011) und einmal Silber im Doppel (2005) gewann, hatte eine solche Konstellation seit 2003 nicht mehr. Er selbst sagte am Mittwochabend: „Natürlich haben wir die Auslosung ein bisschen im Kopf. Ich bin froh, dass ich mich gut in das Turnier hineingearbeitet habe.“

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