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Tischtennis-WM : Keine Medaillen für Boll und Baum

  • Aktualisiert am

Ball-Auge-Koordination in Vollendung: Chinas Ma Long schlägt Timo Boll Bild: AFP

Deutschlands beste Tischtennis-Profis wehren sich bei der WM als letzte Europäer so gut es ging. Aber auch Timo Boll und Patrick Baum konnten die Chinesen nicht stoppen.

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          Auch ohne Medaille im Gepäck können Deutschlands Tischtennis-Herren die Weltmeisterschaften in Paris mit einem guten Gefühl verlassen. Die beiden Düsseldorfer Clubkollegen Timo Boll und Patrick Baum scheiterten am Sonntag nach starken Turnier-Auftritten als letzte Europäer im Viertelfinale an den übermächtigen Chinesen. Die mussten sich aber sehr anstrengen, ehe sie wie erwartet bei der Medaillenverteilung im Damen- und Herren-Einzel unter sich waren.

          „Ich bin jetzt nicht todunglücklich, sondern mit meiner Leistung zufrieden. Ich war nah dran, habe am oberen Limit gespielt und muss mir keine Vorwürfe machen“, kommentierte Rekord-Europameister Boll seine 2:4-Niederlage gegen den Weltranglisten-Zweiten Ma Long. „Es war ein Super-Spiel.“

          „Das hat Spaß gemacht“, sagte Boll

          Der favorisierte Chinese hatte in einer ungemein packenden Partie das bessere Ende für sich. „Das Spiel war an Dramatik nicht zu überbieten. Timo hat eine tolle WM gespielt und sich von Spiel zu Spiel gesteigert“, lobte Bundestrainer Jörg Roßkopf den 32 Jahre alten Linkshänder.

          Nach einer internationalen Wettkampfpause von mehr als fünf Monaten geriet Boll gegen Ma Long mit 0:2 in Rückstand, spielte danach aber unter den lautstarken „Timo, Timo“-Rufen von rund 10.000 Zuschauern im Palais Omnisports vier Sätze auf Augenhöhe mit dem Mannschafts-Olympiasieger von London. „Das hat eine Menge Spaß gemacht“, sagte der Hesse.

          Nicht ganz so viel Spaß hatte Baum beim 1:4 gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Zhang Jike. Nach einem 1:1-Zwischenstand führte der 25-Jährige im dritten Durchgang bereits 10:5 gegen den haushohen Favoriten, konnte aber fünf Satzbälle nicht nutzen. „So eine Chance kriegt man nicht immer im Leben. Danach bin ich total aus dem Konzept geraten“, haderte Baum, der erstmals in einem WM-Viertelfinale stand.

          Baum hatte zuvor die Medaillenträume seines Freundes und ständigen Trainingspartners Dimitrij Ovtcharov mit einem deutlichen 4:1-Sieg beendet. Der Olympia-Dritte Ovtcharov war an Position sieben gesetzt und hatte sich viel für das Turnier in Paris vorgenommen. „Als meine 7:1-Führung im ersten Satz weggebrochen ist, war es schwierig für den Kopf“, sagte Ovtcharov. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber das Leben geht weiter.“

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