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Tischtennis : Boll gewinnt Prestigeduell in China

  • Aktualisiert am

Triumph in China: Timo Boll Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Tischtennis-Profi Timo Boll hat die prestigeträchtigen China Open gewonnen. Der Weltranglistenzweite aus Gönnern besiegte im Finale den chinesischen Weltmeister und Vorjahressieger Wang Liqin.

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          Tischtennis-Profi Timo Boll hat eine dreitägige Gala-Show mit einem der wertvollsten Erfolge seiner Karriere gekrönt. Der 25 Jahre alte Weltranglistenzweite aus Gönnern gewann am Sonntag die mit 100.000 Dollar dotierten China Open. Im Finale der „Mini-WM“ in Guangzhou bezwang Boll den chinesischen Weltmeister Wang Liqin mit 4:2-Sätzen. Der deutsche Meister hielt in der „Höhle des Löwen“ den an Nummer eins gesetzten Champion unerwartet sicher in Schach und verkürzte damit den Rückstand auf Wang Liqin in der Weltrangliste.

          „Dieser Sieg im Land des Weltmeisters ist sehr wichtig. Ich konnte mich von Spiel zu Spiel steigern“, kommentierte Weltcupsieger Boll seinen Erfolg in dem brisanten Prestigeduell. Jubelnd reckte er seine geballte Faust in die Höhe und ließ sich von Bundestrainer Richard Prause in die Arme nehmen. „Timo ist seiner Linie treu geblieben. Auch nach dem verlorenen zweiten Satz habe ich immer an seine Chance geglaubt“, sagte der Coach.

          Zwei Monate in der chinesischen Liga

          Weltmeister Wang Liqin hatte zuletzt im April bei der Team-WM in Bremen den Vergleich der beiden besten Spieler der Welt für sich entschieden. Diesmal drehte der Linkshänder aus Hessen den Spieß um und setzte sich nach einer Weltklasse-Leistung mit zahlreichen langen Ballwechseln in sechs Sätzen mit 11:8, 5:11, 11:8, 11:4, 9:11, 11:8 durch.

          Für Boll zahlte sich bei den hochkarätig besetzten Turnier in der WM-Stadt von 2008 auch ein zweimonatiger China-Aufenthalt aus. Der frühere Europameister hatte im Sommer als Gast in der chinesischen Superliga aufgeschlagen und dabei die Verhältnisse im „Reich der Mitte“ noch besser kennen gelernt. Seinen Ruf als „Asiaten-Schreck“ konnte er in Guangzhou bereits in den Partien vor dem Endspiel bestätigen.

          Roßkopf als schwerster Gegner

          Bei den 4:2-Siegen gegen Ko Lai Chak (Hongkong), Hou Yingchao (China) und Li Ching (Hongkong) unterstrich Boll seine glänzende Verfassung. Den größten Widerstand auf dem Weg ins Finale hatte der Ausnahmespieler in der zweiten Runde beim knappen 4:3 gegen seinen Klubkollegen Jörg Roßkopf (Gönnern) zu überwinden.

          Für Gastgeber China war der Sieg von Weltmeisterin Zhang Yining im Damen-Wettbewerb ein kleiner Trost. Sie gewann mit 4:3 gegen ihre Landsfrau Wang Nan. Als beste deutsche Spielerin schaffte Elke Wosik (Busenbach) den Einzug in das Achtelfinale.

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