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Tischtennis : Boll erst im Finale gestoppt

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Immerhin Zweiter: Timo Boll Bild: EPA

Vier Wochen nach seinem EM-Triumph steht Timo Boll auch beim World Cup im Finale. Auf dem Weg dorthin schlägt er seinen Teamkollegen. Dann ist aber der Weltbeste zu stark.

          Tischtennis-Star Timo Boll ist beim World Cup in Paris erst im Finale gestoppt worden. Nach seinem Sieg im deutschen Halbfinale gegen Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov verlor der 37-jährige Europameister am Sonntag im Endspiel in 1:4 Sätzen gegen den Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong aus China.

          „Gegen Fan habe ich noch nie gewonnen. Lin Gaoyang wäre mir als Finalgegner lieber gewesen“, sagte Boll. Der zweite Chinese gewann das Spiel um Platz 3 gegen Ovtcharov mit 4:1.

          Trotz dieser beiden Niederlagen zum Abschluss war der deutsche Bundestrainer Jörg Roßkopf mit dem Abschneiden seiner beiden Stars sehr zufrieden. „Es ist ein starkes Ergebnis, mit beiden deutschen Spielern im Halbfinale des World Cups vertreten zu sein“, sagte der frühere Doppel-Weltmeister. „Bei Dima war es nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten wieder platzt. Und Timo schafft es ja immer wieder, sich von Spiel zu Spiel in einem Turnier zu steigern.“

          Vier Wochen nach seinem achten EM-Titel schlug Boll in Paris den früheren Europameister Emmanuel Lebesson aus Frankreich, das japanische Wunderkind Tomokazu Harimoto und in einer Revanche für das verlorene Vorjahresfinale auch seinen Freund Ovtcharov mit 4:2. „Timo hat in den entscheidenden Situation einfach etwas besser gespielt als ich. Das muss ich anerkennen“, sagte der Weltranglisten-Vierte.

          Doch auch Ovtcharov meldete sich bei diesem World Cup nach seinen großen Verletzungsproblemen endgültig in der Weltspitze zurück. „Das war endlich wieder der alte Dima“, sagte er nach seinem 4:3-Sieg im Viertelfinale gegen den WM-Dritten Lee Sangsu aus Südkorea.

          Der World Cup ist im Tischtennis der wichtigste Wettbewerb nach den Olympischen Spielen und der Weltmeisterschaft. Der Sieger kassiert ein Preisgeld von 60.000 Dollar. Die Spieler müssen sich über die Ranglistenturniere ihres Kontinents für den World Cup qualifizieren. Boll gewann das Turnier bereits in den Jahren 2002 und 2005.

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