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Tiger Woods : „Ich habe meine Familie im Stich gelassen“

  • Aktualisiert am

„Ja, er hat betrogen” titelte das Boulevardmagazin „US Weekly” Bild: AP

Viel wurde nach dem rätselhaften Autounfall von Tiger Woods über einen möglichen Seitensprung des Golfstars spekuliert - nun hat er sich öffentlich bei seiner Familie entschuldigt. „Ich bin weit entfernt, perfekt zu sein“, sagte Woods, der bisher das Image eines Vorzeige-Athleten genoss.

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          Golf-Superstar Tiger Woods hat sich bei seiner Familie für Fehltritte entschuldigt. Doch ließ er offen, was er genau getan hat. Auch auf eine angebliche Affäre mit einer Bardame aus Las Vegas, über die das Boulevard-Magazin „US Weekly“ berichtet hatte, ging der Weltstar nicht ein.

          Wenige Tage nach seinem mysteriösen Autounfall schrieb der 33-Jährige am Mittwoch auf seiner Homepage: „Ich habe meine Familie im Stich gelassen und ich bedauere diese Fehltritte von ganzem Herzen. Ich habe meine eigenen moralischen Ansprüche und das Verhalten nicht erfüllt, das meine Familie verdient. Ich bin nicht ohne Fehler und weit entfernt, perfekt zu sein.“ Er bot auch seinen Fans eine umfassende Entschuldigung an. „Mit meiner Familie bespreche ich alles hinter verschlossenen Türen. Solche Gefühle sollten nur allein unter uns bleiben und respektiert werden.“ Woods und Nordegren haben zwei kleine Kinder.

          Dreimal die Aussage verweigert

          Im Dunkeln ließ Woods, womit er seine Familie kompromittiert hat. Im Bericht des Boulevard-Magazins „US Weekly“ hieß es, die Werbe- und Golf-Ikone habe eine 31-monatige Affäre mit einer Bardame aus Las Vegas gehabt. Die Betroffene erzählte laut Magazin-Angaben, dass sie den Vater zweier Kinder in einem Nightclub getroffen haben will. Das sei in der Zeit passiert, als Woods' Frau Elin Nordegren schwanger gewesen sei.

          Mit seinenr Ehefrau Elin hat Tiger Woods zwei Kinder

          Spekulationen über die Ursache des Autounfalls am Freitag waren ins Kraut geschossen. Denn Woods hatte nach dem Crash an dem Morgen um 2.25 Uhr bei der Polizei dreimal die Aussage verweigert. Auch verzichtete der Multimillionär auf den Start bei seinem eigenen Golfturnier von diesem Donnerstag an in seiner Heimat Kalifornien. Er zog sich komplett in seinen Privatwohnsitz bei Orlando/Florida zurück - ohne ein einziges Interview den mehr als hundert Journalisten zu geben, die vor seinem Anwesen warteten.

          Bei dem Crash hatte sich der Großverdiener des Weltsports Schnittwunden im Gesicht zugezogen und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe seine Ehefrau Elin die Rückscheibe des Autos mit einem Golfschläger eingeschlagen, hieß es. Stunden nach der medizinischen Betreuung war er entlassen worden und heimgekehrt.

          Umgerechnet 108 Euro Bußgeld

          „Obwohl ich eine sehr bekannte Person bin und als Profi meine Karriere gemacht habe, bin ich bestürzt über das volle Ausmaß dessen, was Recherchen in der Yellow Press bedeuten“, schrieb Woods. „In der letzten Woche sind meine Familie und ich gehetzt worden, intime Details von unserem Privatleben öffentlich zu machen. Die Geschichte, dass physische Gewalt eine Rolle gespielt haben soll bei dem Unfall, ist absolut falsch und hinterhältig.“ Woods betonte, dass seiner Auffassung die Privatsphäre geschützt werden müsse, wenn sie Intimitäten innerhalb familiärer Grenzen beträfen.

          Woods beendete die Darstellung auf seiner Webseite mit den Worten: „Ich werde mich bemühen, ein besserer Mensch zu werden, der Ehemann und Vater sein, den meine Familie verdient. Allen Menschen, die mich über Jahre unterstützt haben, biete ich meine tiefste Entschuldigung an.“

          Finanziell kommt Woods der Unfall nicht sonderlich teuer zu stehen. Für einen kaputten Hydranten muss er 3000 Dollar (1944 Euro) zahlen, für einen beschädigten Baum soll er 200 Dollar (132 Euro) berappen. Außerdem erhielt er einen Bußgeldbescheid über 164 Dollar (108 Euro). Sein Jahresverdienst wird auf rund 135 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) geschätzt.

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