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Tiger Woods und Kobe Bryant : „Tue es für Mamba!“

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„Es ist ein Schock für alle. Ich bin unglaublich traurig“: Tiger Woods über den Tod von Kobe Bryant Bild: AFP

Tiger Woods trifft der Tod von Kobe Bryant besonders hart. Nachdem der 2016 seine Basketball-Karriere beendet hatte, trainierte er mit Woods oft früh morgens im Kraftraum. Aber nicht nur das verband die Sportstars.

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          Golf und der vergebliche Versuch, sich mit dem 83. Sieg auf der PGA Tour in San Diego den alleinigen Rekord zu sichern, hatte auf einmal keine Rolle mehr gespielt. Als Tiger Woods am Sonntag die Farmers Insurance Open mit sechs Schlägen Rückstand auf den australischen Sieger Marc Leishman auf dem geteilten neunten Platz beendet hatte, teilte ihm sein Caddie Joe LaCava mit, dass die Basketball-Legende Kobe Bryant, ein enger Freund von Woods, tödlich verunglückt sei.

          Im Interview nach seiner Runde im amerikanischen Fernsehsender CBS ging es für den sichtlich erschütternden Superstar nur um den Mann mit dem Spitznamen Mamba: „Ich habe während der Runde nicht verstanden, warum mich die Fans mit ‚Tue es für Mamba!‘ anfeuerten. Aber jetzt verstehe ich es. Es ist ein Schock für alle. Ich bin unglaublich traurig. Es ist ein tragischer Tag.“

          Auch in der Pressekonferenz war Woods’ Schlussrunde von 70 Schlägen kein Thema. „Es ist unglaublich, dass Kobe nicht mehr unter uns weilt. Ich bin als Hardcorefan der Lakers aufgewachsen und war es mein ganzes Leben. Kobe war einer der wenigen, vielleicht einer von zwei, drei NBA-Stars, die sowohl in der Offensive wie in der Defensive dominant agierten. Er war der ultimative Wettkämpfer. Eines der eindrucksvollsten Dinge, die ich gesehen habe, war wie er mit einer gerissenen Achillessehne Strafwürfe verwandelte“, sagte Tiger Woods über seinen langjährigen Weggefährten. „Wir lagen zurück, ich musste ausgleichen“, hatte Bryant Jahre später dazu gesagt.

          Nachdem Bryant 2016 seine aktive Laufbahn bei den Lakers beendet hatte, trainierte er mit Woods oft früh morgens gemeinsam im Kraftraum. Aber nicht nur das verband die Athleten: „Er hat wie ich auch auf die kleinen Dinge geachtet, hat immer nach Wegen gesucht, sich noch weiter zu verbessern“, sagte Woods.

          Daran erinnerte auch der langjährige deutsche Nationalspieler Elias Harris. Die Arbeitseinstellung seines seinen früheren Teamkollegen sei „unglaublich“ gewesen, sagte der Bamberger Flügelspieler, der 2013 bei den Los Angeles Lakers mit der NBA-Legende spielte. Wenn er morgens in die Halle gekommen sei, habe er Bryant schon „völlig nassgeschwitzt“ im Kraftraum oder auf dem Laufband gesehen. Gegen fünf oder sechs Uhr morgens sei der Superstar bereits in der Halle gewesen.

          Dirk Nowitzki schrieb, was die ganze Welt des Sports dachte. „Du wirst immer vermisst werden. Du wirst immer in Erinnerung bleiben. Du wirst immer geliebt werden. Ruhe in Frieden mit deinem Engel Gigi“, twitterte der deutsche Superstar. „Ich habe Kobe geliebt, er war wie ein Bruder für mich“, ließ Michael Jordan, Bryants großes Vorbild, mitteilen. „Worte können den Schmerz nicht ausdrücken, den ich fühle.“ Bryant agierte auf der gleichen Position wie Jordan, versuchte ihm im Spielstil und seinen Erfolgen nachzueifern. Mit fünf NBA-Titeln für die Lakers blieb er nur eine Meisterschaft unter Jordans Marke.

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