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Comeback im Sport : Grandioser Aufstieg, bodenloser Fall, unglaubliche Rückkehr

Wer hätte damit noch gerechnet? Tiger Woods gewinnt das Masters in Augusta. Bild: AFP

Das Auferstehungsmotiv ist ein Klassiker des Sports. Einige nennen den Masters-Sieg von Tiger Woods nun das größte Comeback. Ist es das wirklich? Nein, wohl nicht. Denn da gibt es noch ganz andere Geschichten.

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          In der Welt des Sports war Ostern schon vor einer Woche. Der Londoner „Telegraph“ schilderte, wie ein Mann vor aller Augen „von den Toten auferstand“. „L’Équipe“, Paris, erlebte eine „Wiedergeburt“. Und der „Corriere dello Sport“ aus der Heiligen Stadt Rom fasste das erhebende Schauspiel mit den Worten zusammen: „Von den Sternen in den Staub und jetzt wieder im Himmel.“

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Tiger Woods und das Auferstehungsmotiv, ein Klassiker des Sports. Dabei muss man für diese Art von Verklärung gar nicht immer einen solch epochalen Erfolg erzielen wie seinen beim berühmtesten Golfturnier der Welt, 22 Jahre nach dem ersten Mal. Allein in diesen vorösterlichen Wochen verkündete etwa eine große deutsche Boulevardzeitung die „Müller-Auferstehung“ (dafür nötig: zwei Tore und fünf Vorlagen), pries eine hessische Regionalzeitung „die Auferstehung von Juventus“ durch den Wundertäter Ronaldo (die dann allerdings nur bis zum Kardienstag andauerte), und ein Lokalblatt in Trier feierte „die schnelle Auferstehung des FSV Salmrohr“ (in Gestalt eines 2:0-Sieges im Rheinlandpokal über SV Mehring).

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