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Handball : Auch Flensburg scheitert an Barcelona

  • Aktualisiert am

Barcelonas Wael Jallouz (links) hat es schwer, gegen Flensburgs Jacob Heinl (verdeckt) und Hampus Wanne (Mitte) durchzukommen. Bild: dpa

Nach dem THW Kiel hat auch die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Champions-League gegen das spanische Spitzenteam das Nachsehen. Die Kieler betreiben indes gegen die Berliner Füchse bereits Wiedergutmachung.

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          Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben die erste Saisonniederlage kassiert. Der Bundesligaklub verlor am Mittwochabend das Vorrundenspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona mit 27:28 (11:13). Bester Werfer der Gastgeber war vor den 5627 Zuschauern in der Flens-Arena Holger Glandorf. Der sechsfache Torschütze hatte vor dem Spiel bestätigt, dass ihm ein Vertragsangebot der Spanier vorliegt. Für Barcelona erzielte der ehemalige Kieler Wael Jallouz acht Treffer.

          In der ersten Halbzeit scheiterten die Flensburger immer wieder an Borko Ristovski im Tor der Gäste. Der Mazedonier, der in der vergangenen Saison mit den Rhein-Neckar Löwen deutscher Meister wurde, kaufte vor allem den Rechtsaußen der SG den Schneid ab. Der dänische Olympiasieger Lasse Svan, dessen Vertrag um drei Jahre bis 2020 verlängert wurde, traf bei vier Versuchen vor der Pause nur einmal. Bogdan Radivojevic benötigte für sein einziges Tor sogar fünf Versuche.

          Mitte der zweiten Halbzeit steigerte sich die Flensburger Abwehr. So glichen die Gastgeber nach einem 17:21 (42.) zum 23:23 (45.) aus. Die letzte Chance zum möglichen Punktgewinn verpasste die SG Sekunden vor Schluss, als Thomas Mogensen den Ball völlig unbedrängt zu einem spanischen Gegenspieler passte.

          Der THW Kiel hat die Siegesserie der Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga beendet und die Tabellenspitze erobert. Der deutsche Rekordmeister gewann am Mittwochabend das Topspiel bei den Füchsen Berlin mit 26:18 (13:7). Die Kieler fügten den chancenlosen Hauptstädtern vor 8754 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle nach sechs Siegen die erste Saisonniederlage bei und liegen mit 12:2 Punkten aufgrund des klar besseren Torverhältnisses vor den Füchsen auf Rang eins. Der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen wurde mit dem 27:20 (15:6) beim VfL Gummersbach seiner Favoritenrolle gerecht. In der Tabelle bleiben die Löwen mit 10:2 Punkten Vierter.

          Die Kieler Patrick Wiencek (l-r), Andreas Wolff, Domagoj Duvnjak und Rene Toft Hansen freuen sich über den Sieg gegen die Berliner Füchse.
          Die Kieler Patrick Wiencek (l-r), Andreas Wolff, Domagoj Duvnjak und Rene Toft Hansen freuen sich über den Sieg gegen die Berliner Füchse. : Bild: dpa

          Der THW spielte vier Tage nach der unglücklichen 25:26-Niederlage in der Champions League beim FC Barcelona seine ganze Klasse aus und zeigte den zuvor von Erfolg zu Erfolg geeilten Berlinern die Grenzen auf. Bereits die Anfangsphase gehörte dem Gast. Die Füchse, die ohne den an der Schulter verletzten Nationalspieler Fabian Wiede auskommen mussten, legten erst nach dem 1:5 ihre Nervosität ab. In der 16. Minute verkürzten sie durch Nenadic auf 5:6.

          Mehr ließen die kompakt stehenden Kieler indes nicht zu. Vor allem aus dem Rückraum kam von den Füchsen zu wenig. Durch schnelle Gegenstöße vor allem durch Linksaußen Raul Santos, den mit fünf Toren besten Kieler, zog der THW zur Halbzeit auf 13:7 davon. Im zweiten Durchgang bemühten sich die Berliner vergeblich gegen abgezockte Gäste um den Anschluss.

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