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Tennisturnier in Stuttgart : Görges im Halbfinale - Petkovic verpasst Coup

  • Aktualisiert am

In Stuttgart im Halbfinale: Julia Görges Bild: dpa

Zwölf Jahre nach Anke Huber steht mit Julia Görges erstmals wieder eine deutsche Tennisspielerin in Stuttgart im Halbfinale. Sie setzt sich gegen Sabine Lisicki durch. Andrea Petkovic und Kristina Barrois scheiden nach großem Kampf hingegen aus.

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          Julia Görges ist als erste Deutsche seit zwölf Jahren beim internationalen Tennis-Hallenturnier in Stuttgart ins Halbfinale vorgestoßen. Dagegen verpasste Andrea Petkovic gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki eine abermalige Sensation wie zuletzt in Miami, zeigte sich aber der haushohen Favoritin lange ebenbürtig, ehe ihre Kräfte nachließen. Kristina Barrois unterlag der Polin Agnieszka Radwanska ebenfalls nach erbitterter Gegenwehr.

          Petkovic nahm ihre 4:6, 1:6-Niederlage am Donnerstag trotz aller Enttäuschung mit Humor. Etwa eine Stunde später ließ sie sich von ihrem Trainer Petar Popovic im Rollstuhl zur Pressekonferenz schieben. „Ich wollte den Humor der Deutschen testen“, sagte sie schelmisch. Zugleich räumte sie aber ein, dass ihr Akku nach den Strapazen der letzten Tage mit Fed-Cup und Grand Prix leer sei. Die Weltranglisten-32. Görges entschied das Duell mit Fed-Cup-Teamkollegin Sabine Lisicki nach großem Kampf 6:4, 6:4 für sich und stoppte damit den Vormarsch der Berlinerin.

          1999 war Anke Huber, die heutige Sportliche Leiterin des internationalen Hallenturniers in Stuttgart, als letzte Deutsche in die Runde der besten vier eingezogen. Lange sah es danach aus, als würde auch Petkovic bei der mit 721.000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung dieses Kunststück gelingen. Die deutsche Nummer 1 aus Darmstadt trumpfte gegen Wozniacki zunächst groß auf.

          „Ich wusste, was auf mich zukommt“

          Entgegen ihrer sonstigen Startschwierigkeiten zündete „Diesel“ Petkovic sofort den Turbo. Nach zwei Breaks führte sie vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften Arena schon sensationell 4:1. Dann kam Wozniacki langsam auf Touren. Die Dänin gewann die nächsten fünf Spiele zum 6:4, obwohl auch Petkovic immer wieder ihre Chancen hatte. Aber plötzlich konnte sie selbst bis zu drei Breakbälle nicht mehr nutzen.

          Im zweiten Durchgang wirkte „Petko“ müde, nachdem sie an den Tagen zuvor über jeweils drei Sätze hatte gehen müssen. Wozniacki hatte keine große Mühe mehr, den erlahmenden Widerstand der 23-Jährigen zu brechen. Nach insgesamt 94 Minuten stand ihr 6:4, 6:1-Erfolg fest. Anders als vor drei Wochen in Miami glückte Petkovic beim „Heim-Grand-Prix“ nicht die nächste Überraschung gegen die Nummer 1.

          Barrois, die Nummer 79 der WTA, unterlag der 65 Plätze vor ihr liegenden Radwanska nach hartumkämpften 120 Minuten 5:7 und 3:6. Mit einem abschließenden Doppelfehler „schenkte“ die Saarländerin der Polin den ersten Satz. Im zweiten Durchgang wehrte sie fünf Matchbälle ab - dann war sie mit ihren Kräften am Ende. Görges trifft nun am Samstag auf Vorjahresfinalistin Samantha Stosur (Australien). „Ich versuche, da alles zu geben“, versprach die 22-Jährige aus Bad Oldesloe. Sie hat die Australierin schon einmal bezwungen - allerdings auf einem Hartplatz.

          „Ich wusste, was auf mich zukommt. Wenn Sabine einen Lauf hat, ist sie nur schwer zu stoppen“, schilderte die überglückliche Görges, wie knapp das Match gegen Lisicki war. „Ich habe mein Spiel gespielt und nur auf mich selber geschaut.“ Dass die beiden in der Weltrangliste derzeit 123 Plätze trennen, war dem Vergleich in keiner Sekunde anzumerken. Allerdings rangiert Lisicki, die ehemalige Nummer 22 der WTA, auch nur wegen einer langwierigen Verletzung aktuell auf Position 155. „Sie ist eine sehr gute Spielerin, die auf dem Weg nach oben zurück ist“, lobte Görges ihre Kontrahentin.

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