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Tennis : Überraschungsfinale in Roland Garros

  • -Aktualisiert am

Sieg im Blick: Samatha Stosur steht im Finale von Paris Bild: REUTERS

Im Halbfinale der French Open haben sich Samantha Stosur und Francesca Schiavone durchgesetzt. Beide bestreiten am Samstag ihr erstes Grand-Slam-Finale. Im vergangenen Jahr waren sie noch in der ersten Runde aufeinander getroffen.

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          Um sich vor Augen zu führen, welche Überraschung ein Finale bei den French Open zwischen Samantha Stosur und Francesca Schiavone darstellt, muss man nur ein Jahr zurückblicken. Da standen sich die Australierin und die Italienierin in Paris in einem kaum beachteten Erstrunden-Duell gegenüber. Samantha Stosur gewann 6:4 und 6:2. Zumindest für Jelena Jankovic ist nicht nur deshalb klar, wer am Samstag das Damen-Finale zweier Debütantinnen gewinnen wird - ihre Bezwingerin vom Donnerstag: „Samantha Stosur. Sie hat alle Favoriten geschlagen. Sie schafft es.“ Die 26 Jahre alte Australierin ließ sich auch von der serbischen Weltranglisten-Vierten nicht lange aufhalten. Nach nur einer Stunde zog die Rechtshänderin aus Queensland nach dem 6:1, 6:2 erstmals ins Finale eines Grand-Slam-Turniers ein.

          Neun Minuten länger musste Francesca Schiavone arbeiten, obwohl sie gegen Jelena Dementjewa nur einen Satz absolvierte. Nachdem die 29-jährige Italienerin den umkämpften ersten Durchgang im Tiebreak 7:3 gewonnen, gratulierte die russische Weltranglisten-Fünfte ihrer Gegnerin. „Erst da habe ich realisiert, dass das Match vorbei ist“, sagte die Siegerin, die in dieser Auseinandersetzung auf Augenhöhe zwei Punkte mehr (48:46) gewann als ihre Gegnerin. Sie übertraf mit dem Finaleinzug ihre Landsfrau Silvia Lazzarino, die 1954 in der Vorschlussrunde in Paris gestoppt worden war.

          Australien hatte seit 1971 keine Siegerin mehr - Italien noch nie

          „Ich habe mir im zweiten Match des Turniers einen Muskelfaserriss in der linken Wade zugezogen“, erklärte Jelena Dementjewa ihre überraschende Aufgabe. Weder Francesca Schiavone noch die 16.000 Zuschauer hatten von der Verletzung etwas bemerkt, zumal die 28 Jahre alte Moskauerin im Gegensatz zu früheren Matches keinen Tape-Verband über ihrem verletzten Muskel trug. „Die Schmerzen waren einfach zu stark. Ich konnte mich nicht mehr bewegen“, begründete sie ihren überraschenden Rückzug.

          Überraschungsfinalistin: Francesca Schiavone träumt vom ersten Grand-Slam-Titel einer Italienerin

          Während die Russin eine schlüssige Erklärung für das schnelle Ende ihres Halbfinals hatte, wirkte die ehemalige Weltranglisten-Erste aus Belgrad nach ihrer Vorstellung vollkommen ratlos: „Das war nicht ich. Ich habe höchstens zwanzig Prozent meines Leistungsvermögens gebracht. Meine Beine waren schwer. Ich war immer zu spät am Ball“, lautete das ernüchternde Resümee von Jelena Jankovic, die von den vier Partien gegen die Weltranglisten-Siebte zuvor nur eine einzige verloren hatte - die letzte im März in Miami.

          Samantha Stosur, die von den bisherigen fünf Partien gegen ihre Finalgegnerin nur die erste vor fünf Jahren verloren hatte, winkt am Samstag die Chance, als erste Australierin seit Evonne Goolagong (1971) den wichtigsten Sandplatz-Titel zu gewinnen. Francesca Schiavone, in der Weltrangliste nur auf Platz 17 geführt, könnte Italien gar den ersten Grand-Slam-Titel bei einer Damen-Konkurrenz bescheren.

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