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„Das ist egoistisch“ : Tennis-Star ohne Verständnis für Turnier-Pläne

  • Aktualisiert am

Kritik an den US-Open-Plänen: Nick Kyrgios (rechts, hier neben Rafael Nadal) Bild: dpa

Die angedachte Durchführung der US Open angesichts der derzeitigen Lage in Amerika löst bei mehreren Tennis-Profis Unverständnis aus. Nun äußert sich der Australier Nick Kyrgios.

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          Tennis-Star Nick Kyrgios hat die geplante Durchführung der US Open angesichts der drängenden gesellschaftlichen Probleme kritisiert. „Die ATP will die US Open spielen lassen. Das ist egoistisch angesichts dessen, was dort gerade vor sich geht“, schrieb der australische Profi bei Twitter.

          „Es geht um die Corona-Pandemie, aber auch um die Ausschreitungen“, schrieb Kyrgios mit Bezug auf die Anti-Rassismus-Proteste nach dem Tod von George Floyd. „Wir müssen diese Herausforderungen gemeinsam überwinden, bevor das Tennis zurückkehrt.“ Der Spielbetrieb ruht seit Mitte März, die French Open wurden verschoben, Wimbledon wurde abgesagt.

          Die US Open sollen unter strengen Hygiene- und Quarantäne-Auflagen ab dem 31. August in New York ausgetragen werden. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat wegen der „extremen“ Maßnahmen einen Startverzicht angedeutet. Der Tennisverband der Vereinigten Staaten (USTA) will am Montag eine Entscheidung bekanntgeben. Sicher ist bereits, dass keine Zuschauer zugelassen wäre, sollte tatsächlich gespielt werden.

          In einer angeblich hitzigen Videokonferenz am Mittwoch mit mehr als 400 Spielern der ATP-Tour wurden drei Optionen diskutiert. Ein Vorschlag sieht vor, das Masters-Turnier in Cincinnati mit den US Open zusammenzulegen, dafür müsste die Qualifikation für das Grand-Slam-Turnier gestrichen werden. Spielerinnen und Spieler sollen dann für vier Wochen in einem Hotel am benachbarten Flughafen La Guardia untergebracht werden.

          Option zwei wäre eine Durchführung der US Open mit Qualifikation, in diesem Fall würde sich allerdings das Spielerfeld verdoppeln und die Probleme bei der Unterbringung vergrößern. Ohnehin soll den Spielern lediglich die Begleitung durch einen weiteren Betreuer gestattet werden. Ein Vorschlag, der bereits Widerstand hervorgerufen hat.

          Die dritte Alternative wäre ein komplette Absage. Diese lehnten allerdings am Mittwoch zahlreiche Spieler jenseits der Top 100 ab. Sie fürchten um Einnahmemöglichkeiten. Insgesamt sollen bei den US Open bei den Herren 26 Millionen Dollar (22,9 Millionen Euro) ausgeschüttet werden.

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