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Der Rasen-König schwächelt : Federer scheitert auch in Halle früh

  • Aktualisiert am

Roger Federer kommt nach seinen beiden Knie-Operationen einfach nicht in Schwung. Bild: EPA

Nirgendwo gewann Roger Federer öfter als in Halle/Westfalen. Doch in diesem Jahr ist auch hier früh Schluss für ihn. Nach seinen Knie-OPs kommt der „Maestro“ einfach nicht in Schwung.

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          Tennis-Superstar Roger Federer (39) ist bei der Rückkehr auf seinen geliebten Rasen in Halle/Westfalen schon im Achtelfinale gescheitert. Der Schweizer musste sich beim ATP-Turnier dem Kanadier Felix Auger-Aliassime mit 6:4, 3:6, 2:6 geschlagen geben und hat mit Blick auf das Highlight in Wimbledon den nächsten Rückschlag zu verkraften.

          Federer, der zuletzt bei den French Open nach seinem Achtelfinaleinzug gegen Dominik Koepfer (Furtwangen) aus dem Turnier ausgestiegen war, unterliefen wie beim Auftaktspiel gegen Ilja Iwaschka (Belarus) am Montag leichte Fehler mit der Vorhand, die sein Gegner zunächst trotz einiger Möglichkeiten zu selten bestrafen konnte.

          Auger-Aliassime holte sich den umkämpften zweiten Satz, im dritten Durchgang gelangen dem 20-Jährigen zwei schnelle Breaks zum 3:0. Federer, der mit zehn Titeln Rekordsieger in Halle ist, fand nicht mehr ins Match zurück und war nach 1:45 Stunden geschlagen. Auger-Aliassime verwandelte seinen ersten Matchball.

          An diesem Tag zu gut für Federer: der Kanadier Felix Auger-Aliassime
          An diesem Tag zu gut für Federer: der Kanadier Felix Auger-Aliassime : Bild: EPA

          Federer war in Paris nicht zum Achtelfinale angetreten, um seinen Körper nach zwei Knieoperationen im vergangenen Jahr und langer Pause für die Rasensaison zu schonen. Als großes Ziel hat der Maestro seinen neunten Titelgewinn in Wimbledon (28. Juni bis 11. Juli) ins Visier genommen. In Halle hatte er bislang zehnmal triumphiert, so oft wie bei keinem anderen Turnier.

          Seit seinem Comeback nach zwei Knie-Operationen im Frühjahr hat Federer nun drei von acht Matches verloren. In Doha verlor er sein zweites Match im Turnierverlauf, in Genf direkt sein erstes, bei den French Open stieg er vor dem Achtelfinale aus und nun war wieder nach zwei Matches Schluss.

          Vor Federers Niederlage hatte Routinier Philipp Kohlschreiber das Viertelfinale erreicht. Der 37 Jahre alte Augsburger setzte sich am Mittwoch im Achtelfinale gegen den Franzosen Corentin Moutet mit 6:4, 7:6 (7:4) durch. Kohlschreiber nutzte nach 1:44 Stunden seinen ersten Matchball. Der lange verletzte Davis-Cup-Profi bekommt es nun im Viertelfinale am Freitag mit dem an Nummer vier gesetzten Russen Andrei Rublew zu tun.

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