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Das Aus für Endlosspiele : Wimbledon führt Tiebreak im fünften Satz ein

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So wird’s nie wieder: 70:68 im fünften Satz zwischen John Isner (l.) und Nicolas Mahut Bild: AP

Für Traditionalisten mag es ein Schock sein. In Wimbledon wird künftig auch im fünften Satz ein Tiebreak gespielt – allerdings gibt es eine typisch britische Sonderregel.

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          Traditionsbruch beim Tennisturnier in Wimbledon: Ab dem kommenden Jahr wird auch im fünften Satz ein Tiebreak eingeführt. Allerdings gibt es noch eine typisch britische Sonderregel zu beachten: Erst beim Stand von 12:12 soll nicht mehr klassisch weitergespielt werden, bis einer der beiden Profis zwei Punkte Vorsprung hat.

          Mit der Regeländerung sollen Endlosspiele vermieden werden, wie es sich 2010 der Amerikaner John Isner und der Franzose Nicolas Mahut lieferten: Ihr Duell endete nach drei Tagen und einer Spielzeit von mehr als elf Stunden mit 70:68 im fünften Durchgang.

          Im Sommer 2018 war Isner auch im zweitlängsten Wimbledon-Match der Geschichte beteiligt – diesmal allerdings als Verlierer. Der Südafrikaner Kevin Anderson setzte sich im Halbfinale nach sechs Stunden und 36 Minuten mit 26:24 im fünften Satz durch und stieß anschließend eine Regeldebatte an.

          „Wir glauben, dass die Zeit reif ist, den Tiebreak einzuführen bei Matches, die nicht zu einem vernünftigen Zeitpunkt im entscheidenden Satz beendet sind“, sagte nun Philip Brook, der Vorsitzende des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs, in einer Mitteilung.

          Wimbledon ist damit nach den US Open das zweite der vier Grand-Slam-Turniere, das den Tiebreak im fünften Satz einführt. In New York wird dieser jedoch schon beim Stand von 6:6 ausgetragen. Bei den Australian Open und den French Open wird an der bisherigen Regelung festgehalten.

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