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Tennis in Eastbourne : Mischa Zverev gewinnt Wimbledon-Generalprobe

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Mischa Zverev: Tat seinem Bruder Alex endlich gleich und gewann erstmals ein ATP-Turnier. Bild: AFP

Erster ATP-Titel für Mischa Zverev: Der 30 Jahre alte Tennisprofi holte sich damit Selbstvertrauen für Wimbledon – und ist nun zusammen mit seinem Bruder Alex eines der zwei Brüderpaare mit Turniersiegen im Einzel.

          Mit seinem ersten ATP-Titel ist Tennisprofi Mischa Zverev die perfekte Wimbledon-Generalprobe gelungen. Der 30 Jahre alte Hamburger gewann das Endspiel im englischen Eastbourne 6:4, 6:4 gegen den Slowaken Lukas Lacko und unterstrich seine starke Form auf Rasen. Zwei Tage vor dem Auftakt des dritten Grand-Slam-Turniers der Saison entschied der ältere Bruder von Deutschlands momentan bestem Tennisspieler Alexander Zverev nach 1:37 Stunden die Partie.

          Alexander und Mischa Zverev sind damit nach Angaben der Profiorganisation die ersten Brüder seit John und Patrick McEnroe mit Turniersiegen im Einzel auf der ATP-Tour. Der einstige Weltranglistenerste John McEnroe gewann 77 Turniere zwischen 1978 und 1991, Patrick McEnroe feierte 1995 seinen einzigen Titel.

          Serve-and-Volley-Spezialist Zverev legte gleich zu Beginn seines dritten ATP-Endspiels die Basis für den ersten Satzgewinn. Im ersten Spiel nahm er dem Weltranglisten-67. Lacko sofort den Aufschlag ab und brachte anschließend seine eigenen Aufschlagspiele ab. In Wimbledon trifft Mischa Zverev in der ersten Runde auf den Franzosen Pierre-Hugues Herbert.

          „Rasen ist einfach der beste Belag für mich“, sagte Mischa Zverev im Interview während der Siegerehrung, „als die Auslosung raus war, habe ich gesehen, dass ich der einzige Serve-and-Volley-Spieler im Feld bin und dachte: Ich habe eine gute Chance. Jetzt ist es ein tolles Gefühl, endlich den ersten Sieg geschafft zu haben.“ Auch Bruder Alex zeigte sich bereit für Wimbledon nach seiner Oberschenkelverletzung. „Ich habe noch ein MRI gemacht, als ich nach London gekommen bin. Es hat gezeigt, dass alles verheilt ist“, sagte der Weltranglisten-Dritte in London. „Ich bin bereit zu spielen, ich freue mich darauf.“ Bei seinem Viertelfinal-Aus in Paris hatte sich der 21-Jährige einen Muskelriss im linken Oberschenkel zugezogen.

          Bei den Frauen sicherte sich die Weltranglisten-Zweite Caroline Wozniacki den Tennis-Titel in Eastbourne. Im umkämpften Endspiel setzte sich die Australian-Open-Gewinnerin gegen die Weißrussin Aryna Sabalenka 7:5, 7:6 (7:5) durch. Damit feierte die 27-jährige Dänin zwei Tage vor dem Wimbledon-Auftakt ihren 29. Turniersieg auf der WTA-Tour. Am Freitag hatte Kerber im Halbfinale gegen Wozniacki einen Matchball vergeben und den Einzug ins Finale knapp verpasst.

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