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Tennis : Kohlschreiber souverän – Coup von Marterer

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Erfolgreich in München: der deutsche Tennis-Routinier Philipp Kohlschreiber. Bild: dpa

Dreimal schon hat Philipp Kohlschreiber in München gewonnen – und auch in diesem Jahr ist er in starker Form. Im Achtelfinale lässt er seinem Rivalen keine Chance. Vor dem Routinier hatte ein junger Deutscher überrascht.

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          Philipp Kohlschreiber ist beim ATP-Turnier in München souverän in das Viertelfinale eingezogen und hat die Hoffnungen der bayerischen Tennisfans auf ein Traumfinale gegen Alexander Zverev genährt. Der Augsburger fertigte am Donnerstag dessen Bruder Mischa mit 6:2, 6:2 ab und ist nur noch zwei Erfolge vom sechsten Endspiel am Aumeisterweg entfernt – dreimal ging der Rekordsieger bislang als Champion der BMW Open vom Platz. In der aktuellen Form gehört der Routinier abermals zu den ersten Anwärtern auf das Preisgeld von etwa 86.000 Euro, einen schicken Sportwagen und eine Sieger-Lederhose.

          „Ich fühle mich gut“, hatte Kohlschreiber schon nach seinem klaren Erstrundensieg gesagt. Gegen Zverev blieb der Davis-Cup-Profi dann konzentriert und nahm dem Hamburger gleich viermal den Aufschlag ab. Nach nur 68 Minuten konnte Kohlschreiber jubeln. Er trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut, der die Abendpartie am Donnerstag gegen Casper Ruud aus Norwegen gewann.

          Zuvor hatte Maximilian Marterer mit einem 6:4, 6:2-Sieg über den Weltranglisten-16. Diego Schwartzman überrascht. Er ist der vierte Deutsche im Viertelfinale der Sandplatzveranstaltung in München.

          Topfavorit Alexander Zverev hatte sich vor Turnierbeginn ein Finale gegen seinen Bruder Mischa gewünscht – dazu kommt es nun nicht mehr. Am Freitag (13.30 Uhr) kämpft der Dritte der Weltrangliste gegen Jan-Lennard Struff um den Einzug ins Halbfinale. „Das ist ein unangenehmer Gegner. Es wird nicht leicht, und das weiß er auch“, prognostizierte Bundestrainer Michael Kohlmann, der die großgewachsenen Profis zuletzt beim Davis Cup in Spanien trainierte. Der Coach findet, Struff sei reif für den ersten Turniersieg. „Der Erfolg ist greifbar nah und kann noch in diesem Jahr passieren.“

          Kohlmann ist nicht nur als Beobachter bei den BMW Open, sondern betreut auch seinen Schützling Marterer. Dieser hatte mit dem Erfolg über Schwartzman zum zweiten Mal ein Viertelfinale eines ATP-Turniers erreicht. „Das war bei weitem mein bestes Ergebnis“ sagte er. Der Nürnberger hatte noch nie einen Gegner aus der Weltranglisten-Region von Schwartzman besiegt, die Nummer 16. „So einen Top-Mann schlägt man nicht alle Tage“, lobte Coach Kohlmann den 73. des Rankings.

          Spielt in München bislang erfolgreich mit: Maximilian Marterer.

          So deutlich habe sich der Sieg auf dem Platz aber nicht angefühlt, meinte Marterer. „Ich musste um jedes Aufschlagspiel kämpfen“, sagte er. Nun geht es gegen den Ungarn Marton Fucsovics, der sich 7:6 (7:5), 6:1 gegen Marco Cecchinato aus Italien behauptet hatte. „Ich werde versuchen, da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe“, kündigte Marterer an. „Er ist bereit für mehr“, meinte Trainer Kohlmann.

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