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Tennis : Kohlschreiber im Viertelfinale von Halle

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Philipp Kohlschreiber: „Mein Ziel ist das Halbfinale” Bild: AP

Philipp Kohlschreiber hat beim Turnier im westfälischen Halle als erster deutscher Tennisspieler das Viertelfinale erreicht. Der 23-Jährige besiegte am dritten Tag des ATP-Turniers einen Qualifikanten.

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          Philipp Kohlschreiber hat beim Turnier im westfälischen Halle als erster deutscher Spieler das Viertelfinale erreicht. Mit einem souveränen 6:4, 6:3-Sieg über den Qualifikanten Aisam-Ul-Haq Qureshi (Pakistan) untermauerte der Augsburger seinen Ruf als deutscher Tennis-Aufsteiger des Jahres.

          Damit steht Kohlschreiber zum zweiten Mal nach 2005 bei dem mit 680.250 Euro dotierten Rasen-Turnier in „Klein-Wimbledon“ in der Runde der letzten acht Spieler. Dort trifft er auf den Sieger des Duells zwischen Jewgeni Korolew (Russland) und James Blake (USA). „Mein Ziel ist das Halbfinale. Auch die nächste Runde ist machbar“, sagte der Daviscup-Spieler.

          Mit gekonnten Passierbällen

          Einen Tag nach seinem schwer erkämpften Auftaktsieg über den Niederländer Raemon Sluiter bewies Kohlschreiber ansteigende Form. Sein Erfolg in München, wo er vor gut einem Monat sein erstes ATP-Turnier gewann, scheint ihn auch auf Rasen zu beflügeln. Gegen den Weltranglisten-304. aus Pakistan, der zuvor beim 7:6, 6:4 über den Geheimfavoriten Richard Gasquet (Frankreich) für die bisher größte Turnier-Überraschung gesorgt hatte, kontrollierte er scheinbar mühelos das Geschehen.

          Mit einem Break im siebten Spiel legte er den Grundstein zum Gewinn des ersten Satzes. Und auch im zweiten Satz gab sich Kohlschreiber bei eigenem Aufschlag keine Blöße und punktete gegen den offensiven Qureshi wiederholt mit gekonnten Passierbällen. Nach 1:13 Stunden war die Partie zu seinen Gunsten entschieden. Der starke Auftritt imponierte auch Turnierdirektor Ralf Weber: „Ich traue Philipp Kohlschreiber durchaus den Einzug in das Halbfinale zu. Und danach ist alles möglich.“

          Kiefer auch im Doppel ausgeschieden

          Gute Aussichten auf den Turniersieg werden Tomas Berdych eingeräumt. Im ersten Spiel am Mittwoch setzte sich der Tscheche gegen Fabrice Santoro (Frankreich) mit 6:3, 7:6 (7:5) durch. Im Vorjahr war Berdych erst im Finale an Seriensieger Roger Federer aus der Schweiz gescheitert, der das Turnier wegen zu hoher Verletzungsgefahr kurzfristig abgesagt hatte.

          Unterdessen richtete der am Montag nach langer Verletzungspause in den Tennis-Zirkus zurückgekehrte Nicolas Kiefer bereits seinen Blick auf Wimbledon. „Ich hoffe, dass ich mich Zug um Zug in dieses Turnier reinfinden und für Überraschungen sorgen kann“, sagte Kiefer der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Es dürfe aber keiner „Wunderdinge“ von ihm erwarten, betonte er zwei Tage nach seiner Niederlage gegen Berdych. Seine Hoffnung, in Halle möglichst lange im Doppel an der Seite von Andrei Pavel (Rumänien) weitere Spielpraxis sammeln zu können, erfüllte sich allerdings nicht. Das Duo unterlag am Mittwoch in der 2. Runde gegen Simon Aspelin/Julian Knowle (Schweden/Österreich) 5:7, 6:7 (5:7).

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