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Hopman-Cup : Kerber und Zverev greifen nach dem Titel

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Fokussiert beim Schlag: Angelique Kerber im Spiel gegen die Australierin Ashleigh Barty. Bild: dpa

Angelique Kerber und Alexander Zverev stehen im Endspiel des Hopman Cups. Seit 24 Jahren hat kein deutsches Tennis-Team den Titel bei der inoffiziellen Mixed-WM mehr gewonnen. Nun wartet ein bekannter Gegner.

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          Angelique Kerber und Alexander Zverev haben beim Hopman Cup die Chance auf die Finalrevanche gegen die Schweiz. Das deutsche Tennis-Duo gewann am Freitag in Perth überzeugend auch das entscheidende Vorrundenspiel gegen Australien und trifft am Samstag auf Topstar Roger Federer und Belinda Bencic. Zum zweiten Mal nacheinander spielen Kerber und Zverev damit bei der inoffiziellen Mixed-WM um den ersten deutschen Titel seit 1995. Vor 24 Jahren kamen Boris Becker und Anke Huber zum Erfolg beim Hopman Cup.

          „Es ist schön, wieder im Finale zu sein. Wir haben letztes Jahr knapp verloren, und wir wollten definitiv wieder da hin“, sagte Zverev. Der ATP-Finale-Gewinner und Wimbledonsiegerin Kerber sind in dieser Woche in ihren Einzeln noch ungeschlagen und beendeten schon vor dem anschließend bedeutungslosen Mixed (1:5) die Hoffnung der Ausrichter, das Endspiel zu erreichen.

          Kerber sicherte mit dem überzeugenden 6:4, 6:4 gegen Ashleigh Barty die Führung. Gegen die Nummer 15 der Welt, gegen die sie zuletzt verloren hatte, musste die Linkshänderin kein eigenes Aufschlagspiel abgeben. Zudem profitierte die Weltranglisten-Zweite aus Kiel auch von Bartys Fehlern in entscheidenden Momenten. „Es ist knifflig gegen Spielerinnen wie sie“, sagte Kerber. „Ich habe versucht, aggressiv zu spielen und gut aufzuschlagen. Ich denke, das war der Schlüssel.“

          Bei 5:3 im zweiten Satz ließ die deutsche Sportlerin des Jahres 2018 noch einen Matchball ungenutzt. Ihr anschließendes Spiel gewann sie zu Null – und verriet im Siegerinterview schmunzelnd eine Schwäche Zverevs: Sie wünsche sich fürs neue Jahr, dass der 21-Jährige pünktlicher werde, sagte sie: „Ich warte immer auf Sascha.“

          Der Hamburger winkte lächelnd ab, als er nach seinem souveränen 6:4, 6:3 gegen Matthew Ebden nach seiner Pünktlichkeit gefragt wurde. Auf dem Platz konnte sich Kerber aber auch im dritten Gruppenspiel auf den Weltranglisten-Vierten verlassen. Zverev erfüllte problemlos seine Pflichtaufgabe und kann wie Kerber aus seinen bisherigen Auftritten auch Zuversicht für die Australien Open in Melbourne gewinnen. Das erste Grand-Slam-Turnier der Saison geht am 14. Januar los und zählt für beide mehr als der Hopman Cup.

          In Perth traf das deutsche Team vor einem Jahr ebenfalls im Endspiel auf die Schweiz, damals behielt nur Kerber gegen Bencic die Oberhand. Die letzte Begegnung mit Federer im November bei den ATP Finals in London gewann Zverev. „Angie sollte nicht viel anders machen“, sagte Zverev. Er wolle es diesmal besser machen.

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