https://www.faz.net/-gtl-8xc0w

Tennis in Stuttgart : Siegemund folgt Scharapowa ins Halbfinale

  • Aktualisiert am

Spiel, Satz und Sieg: Maria Scharapowa Bild: dpa

Mit einem souveränen Zweisatzsieg setzt Maria Scharapowa ihre Erfolgsserie nach ihrer Dopingsperre fort. Nach einem Marathon-Match jubelt auch die letzte verbliebene Deutsche.

          2 Min.

          Bei ihrem Premieren-Auftritt nach ihrer Dopingsperre trennen Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa nur noch zwei Siege vom vierten Titel in Stuttgart. Bevor sich Außenseiterin Laura Siegemund am Freitag überraschend ins Halbfinale kämpfte und nach einem spannenden Marathon-Match dicht vor einem Coup wie im Vorjahr steht, zeigte die Russin abermals eine überzeugende Vorstellung. Nach ihrem 6:3, 6:4 gegen Qualifikantin Anett Kontaveit steht die 30-Jährige ebenfalls unter den Top Vier.

          Siegemund rang die Weltranglisten-Dritte Karolina Pliskova anschließend 7:6 (7:3), 5:7, 6:3 nieder und darf nach einem mitreißenden Auftritt über 3:09 Stunden weiter darauf hoffen, wie 2016 bis ins Finale vorzustoßen. In der zweiten Halbfinalpartie am Samstag bekommt es die 29-Jährige aus Metzingen mit Simona Halep aus Rumänien oder der Lettin Anastasia Sewastowa zu tun. „Ich glaube, ihr habt gerade großartiges Tennis von uns beiden gesehen“, sagte Siegemund zum Publikum. „Am Ende macht es fast keinen Unterschied, wer gewinnt. Es hat einfach Bock gemacht zu spielen. Auf die Leistung von heute bin ich sehr stolz.“ Siegemund ist die einzige verbliebene Deutsche, nachdem Titelverteidigerin Angelique Kerber schon im Achtelfinale am Donnerstagabend ausgeschieden war.

          Trotz des Wirbels um die gewährte Wildcard nach Ablauf ihrer Dopingsperre lässt sich die russische Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa bei ihrem Comeback nicht aufhalten. „Ich hatte einen wirklich guten Rhythmus“, sagte Scharapowa nach ihrem dritten Sieg in drei Tagen. Am Samstag trifft die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin in der Vorschlussrunde auf Kerber-Bezwingerin Kristina Mladenovic aus Frankreich, die sich mit 6:3, 6:2 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro durchsetzte.

          Nächste Gegnerin von Scharapowa: Kristina Mladenovic

          Anders als in den beiden vorangegangenen Partien wurde es in der Runde der besten Acht für Scharapowa gegen Kontaveit im ersten Satz nicht eng. In kritischeren Momenten überzeugte die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin mit ihrem Aufschlag und ihrer Vorhand. Eine 5:2-Führung im zweiten Satz reichte ihr gegen die Weltranglisten-73. dann aber doch nicht zum ganz schnellen Matchgewinn. Zwei Spiele gab sie noch ab, ehe sie nach 83 Minuten ihren ersten Matchball nutzte. Kontaveit hatte zuvor mit einem Sieg über die spanische French-Open-Siegerin Garbine Muguruza überrascht.

          Scharapowas Sperre wegen Meldonium-Missbrauchs war von 24 auf 15 Monate verringert worden. Vereinzelten Fragen nach Medikamenten und ihrem behandelnden Arzt wich sie in den vergangenen Tagen in Stuttgart aus. Die Veranstalter hatten sie mit einer umstrittenen Wildcard ausgestattet, weil sie erst am kommenden Montag wieder in der Weltrangliste erscheinen wird.

          Weitere Themen

          Verführung zum Handball

          Unser täglich Sportbuch : Verführung zum Handball

          Handballstar Andy Schmid hat mit seinem Kinderbuch eine eindeutige Absicht. Denn sein sieben Jahre alter Sohn spielt Fußball. Und nicht Handball. Das will Andy Schmid mit „Mein Sprungwurf“ ändern.

          Topmeldungen

          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.
          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.