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Tennis in Miami : Wozniacki beklagt sich über Todesdrohungen

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„Leute im Publikum haben meine Familie bedroht, meiner Mutter und meinem Vater mit dem Tod gedroht und haben mich beschimpft“: Caroline Wozniacki. Bild: EPA

Die Zweite der Tennis-Weltrangliste und ihre Familie werden angeblich von Fans bedroht beim Turnier in Miami. Zugleich formuliert Caroline Wozniacki einen Vorwurf an die Organisatoren. Die antworten prompt.

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          Die dänische Tennisspielerin Caroline Wozniacki hat sich bei den Organisatoren des Turniers in Miami darüber beklagt, dass Drohungen auf die leichte Schulter genommen haben. Die Weltranglisten-Zweite behauptete, dass Zuschauer bei ihrem Spiel am Freitag gegen Olympiasiegerin Monica Puig (Puerto Rico) Todesdrohungen gegen sie und ihre Familie gerufen hätten. „Leute im Publikum haben meine Familie bedroht, meiner Mutter und meinem Vater mit dem Tod gedroht und haben mich beschimpft“, schrieb Wozniacki im Kurznachrichtendienst Twitter.

          „Währenddessen haben das Personal und die Sicherheitsleute nichts dagegen getan und sogar akzeptiert, das so etwas passiert.“ Die Veranstalter hielten entgegen, dass das Sicherheitspersonal und die Offiziellen der WTA nichts davon mitbekommen habe. Turnierdirektor James Blake sagte: „Wenn sie etwas bemerkt hätten, wären sie anders mit der Situation umgegangen.“

          Der Schweizer Tennis-Star Roger Federer ist derweil völlig überraschend schon in seinem Auftaktmatch gescheitert und muss die Weltranglisten-Führung an den Spanier Rafael Nadal abgeben. Der 36-Jährige musste sich bei dem Hartplatz-Turnier am Samstag (Ortszeit) dem australischen Qualifikanten Thanasi Kokkinakis nach drei Sätzen 6:3, 3:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Der 20-malige Grand-Slam-Sieger, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, verlor damit erstmals seit 2014 wieder zwei Partien nacheinander. In Indian Wells hatte Federer im Endspiel gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien den Kürzeren gezogen. „Ich bin enttäuscht. Es frustriert mich ein bisschen, dass ich keinen Weg gefunden habe“, sagte er.

          Federer hatte im Februar den momentan verletzungsbedingt pausierenden Nadal abgelöst und war zur ältesten Nummer eins in der Geschichte des Profi-Tennis geworden. Nach seinem frühen Aus in Floria kündete der Rekord-Grand-Slam-Turniersieger an, wie im Vorjahr die Sandplatz-Saison auszulassen. Damit tritt er womöglich Mitte Juni beim Rasen-Turnier in Stuttgart erstmals wieder an.

          Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev kämpfte sich mit einem 6:4, 1:6, 7:6 (7:5) gegen den Russen Daniil Medwedjew in die dritte Runde. Dort trifft der Hamburger auf den Spanier David Ferrer. Bei den Damen besiegte Angelique Kerber die Russin Anastasia Pawljutschenkowa 6:4, 6:4. Im Achtelfinale wartet die Chinesin Wang Yafan auf die Weltranglisten-Zehnte aus Kiel. Carina Witthöft verpasste den Sprung ins Achtelfinale klar. Die 23-Jährige aus Wentorf bei Hamburg verlor ihr Drittrundenmatch gegen die Kasachin Sarina Dijas mit 6:4, 5:7, 0:6. Zuvor hatte Witthöft die deutschen Duelle mit Tatjana Maria und Julia Görges gewonnen.

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