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Tennis-Viertelfinale in Köln : Applaus vom Band für Zverev

  • Aktualisiert am

Erfolgreich in Köln: Alexander Zverev Bild: dpa

Alexander Zverev hat bei seinem ersten Auftritt in Deutschland seit gut 14 Monaten die Chance auf das Halbfinale. Beim neuen Turnier in Köln löst die Nummer eins der Setzliste die erste Aufgabe souverän.

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          Den immer wieder eingespielten Applaus nahm Alexander Zverev schnell nicht mehr wahr. Mit einer hochkonzentrierten Leistung meisterte der beste deutsche Tennisspieler seinen ersten Auftritt nach seinem frühen French-Open-Aus und zog beim ersten von zwei Turnieren in Köln problemlos ins Viertelfinale ein. Auch vor fast leeren Zuschauerrängen habe es Spaß gemacht, mal wieder in Deutschland zu spielen, sagte der 23 Jahre alte Hamburger am Donnerstag und berichtete über das aus Lautsprechern schallende Klatschen: „Ich habe es dann irgendwann nicht mehr gehört, um ehrlich zu sein. Mir ist es relativ egal.“

          Alles andere als egal ist es ihm dagegen, wie er auf dem grauen Hartplatz spielt. Am Freitag würde Zverev gegen den südafrikanischen Qualifikanten Lloyd Harris gern ebenso souverän auftreten wie gegen den spanischen Routinier Fernando Verdasco. Mit dem problemlosen 6:4, 6:1 war Zverev sehr zufrieden. „Das Level im ersten Satz war extrem hoch. Ich habe mich wohl gefühlt“, sagte der Weltranglisten-Siebte.

          Eindrucksvolle Aufschlagquoten

          Das war vor allem bei seinen eindrucksvollen Aufschlagquoten zu sehen. Bei seinem eigenem Service ließ der 23-Jährige dem 13 Jahre älteren Verdasco keine Chance und erlaubte ihm im ersten Satz nur zwei Punkte. Ein Break zum 3:2 reichte Zverev zum ersten Satzgewinn. Danach kontrollierte der Turnierfavorit das Spiel sogar noch deutlicher. Drei Breaks führten zum ungefährdeten Weiterkommen.

          Körperlich sei alles ok, beruhigte Zverev, nachdem er elf Tage zuvor beim Achtelfinal-Aus bei den French Open in Paris noch unter einer Erkältung gelitten hatte: „Als ich hier angekommen war, habe ich mich geschwächt gefühlt.“ Doch Zverev hatte ein wenig Zeit, sich ein bisschen Ruhe zu gönnen und konnte in Köln noch ein paar Tage trainieren. Zum Auftakt des mit 325.610 Euro dotierten Turniers hatte die Nummer eins der Setzliste ein Freilos gehabt, der Spanier Verdasco hatte sich gegen den früheren Weltranglistenersten Andy Murray aus Schottland durchgesetzt.

          Für seine Aufgabe nun gegen Harris, einem Qualifikanten aus Südafrika, wollte Zverev Ratschläge von seinem älteren Bruder Mischa Zverev einholen. Er selbst hat gegen die wie er 23 Jahre alte Nummer 92 der Welt noch nie gespielt. Auch gegen Harris erwartet ihn eine ähnliche Atmosphäre wie gegen Verdasco. „Die Show auf dem Platz ist eigentlich ganz schön. Wenn 10. 000 Leute da wären, wäre es noch schöner“, sagte Zverev auch mit Blick auf das Einlaufen der Spieler: „Ich hoffe, in der zweiten Woche dürfen wieder Leute rein.“

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