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Grand-Slam-Turnier im Tennis : French Open in den September verlegt

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Im neu erbauten Tennis-Stadion Philippe Chatrier in Paris wird vorerst nicht gespielt. Bild: AP

Ursprünglich waren die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni geplant. Da aber auch Frankreich stark von der Corona-Pandemie betroffen ist, findet das Grand-Slam-Turnier der Tennisspieler erst im Herbst statt.

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          Die Veranstalter der French Open haben auf die Corona-Krise reagiert und das berühmteste Sandplatzturnier im Tennis in den Herbst verlegt. Dies wurde am Dienstag bekannt. Demnach soll das Grand-Slam-Event vom 20. September bis 4. Oktober stattfinden. Ursprünglich waren die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni geplant. Frankreich ist stark von der Corona-Pandemie betroffen, mit Stand Dienstagnachmittag waren dort bereits 148 Menschen der Erkrankung Covid-19 erlegen.

          „Es ist eine schwierige, aber mutige Entscheidung, die wir in dieser außergewöhnlichen und sich weiter entwickelnden Zeit seit diesem Wochenende getroffen haben. Wir handeln verantwortungsbewusst, wir müssen im Kampf um die Gesundheit aller solidarisch zusammenstehen“, sagte Bernard Giudicelli, Präsident des französischen Tennisverbandes FFT. Niemand könne in der aktuellen Situation vorhersagen, wie die Gesundheitssituation Mitte Mai sei, daher sei eine Vorbereitung auf den ursprünglich geplanten Termin nicht möglich, hieß es weiter.

          Die bereits verkauften Tickets sollen ihre Gültigkeit behalten. Die Spielerverbände ATP (bis 26. April) und WTA (2. Mai) hatten zuletzt bereits längere Tourpausen angekündigt, das Frauen-Turnier in Stuttgart (18. bis 26. April) fällt in diesem Jahr aus. Von der Entscheidung des FFT bezüglich der French Open wurden offenbar Profis und Verbände zum Teil überrascht. „Kurios, aber wohl Realität. Die French Open in Paris werden aufgrund der #Corona-Epidemie in den Herbst verschoben. Ein Sandplatz-Major im September/Oktober – Sachen gibt's!“, twitterte der Deutsche Tennis Bund. Die Veranstalter des Rasenturniers von Wimbledon halten vorerst an ihrem Termin vom 29. Juni bis 12. Juli fest. Die Situation werde permanent beobachtet und neu eingeschätzt, hieß es in einem Statement vom Dienstag. 

          Die Pandemie stellt auch den Radsport-Kalender weiterhin auf den Kopf und hat zur Verschiebung des Frühjahrs-Klassikers Paris-Roubaix geführt. Die Kopfsteinpflaster-Tortur durch die sogenannte Hölle des Nordens hätte am Ostersonntag (12. April) stattfinden sollen. Roubaix-Veranstalter Aso sucht einer Mitteilung zufolge gemeinsam mit dem Radsport-Weltverband UCI bereits nach einem Ausweichtermin. Paris-Roubaix war für einige deutsche Radprofis das große Ziel des Frühjahrs. Nils Politt (Köln/Israel Start-up Nation) wollte nach Rang zwei im Vorjahr um den Sieg kämpfen, auch der frühere Roubaix-Champion John Degenkolb (Gera/Lotto-Soudal) hatte sein Lieblingsrennen fest im Visier.

          Außerdem wurden die Ardennen-Klassiker Fleche Wallonne (22. April) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) bei Männern und Frauen zunächst gestrichen, auch hier ist die Austragung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr beabsichtigt. Nach der Absage von Mailand-Sanremo (21. März) sind damit bereits drei von vier Radsport-Monumenten des Frühjahrs offiziell gestrichen worden, für die Flandern-Rundfahrt (5. April) fehlt lediglich noch die Bestätigung. Dass die vier Monumente nicht im Frühjahr stattfinden, hatte es zuletzt 1916 während des Ersten Weltkrieges gegeben.

          Derweil ist auch das für den 26. März angesetzte Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Madrid gegen Spanien abgesagt worden. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstagnachmittag mit. Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Stadt Nürnberg im Zuge der Corona-Krise bereits den für den 31. März geplanten Klassiker gegen Italien im Max-Morlock-Stadion untersagt.

          Die offizielle Bestätigung der Absage des Spaniens-Spiels erfolgte nur kurz nach der Bekanntgabe der Europäischen Fußball-Union (Uefa), die für den 12. Juni bis 12. Juli geplante EM-Endrunde in zwölf europäischen Ländern um ein Jahr zu verschieben. In Spanien waren am Dienstagnachmittag mehr als 11.300 Fälle von Corona-Infektionen in Spanien bekannt, 509 Menschen waren der Erkrankung Covid-19 erlegen.

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