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Nach Streit um Turniere : Termin für Tennis-Tour steht, Haas hofft auf Stars

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Freut sich, dass es weitergeht: der ehemalige Tennis-Profi Tommy Haas (hier 2017 mit Tochter Valentina) Bild: dpa

Nach den US Open sind nun auch weitere hochklassige Tennis-Turniere bestätigt. Noch immer aber gibt es Diskussionen unter den Spielern. Auch zu Veranstaltungen in Deutschland gibt es ein Update.

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          Nach fünfmonatiger Pause wegen der Coronavirus-Pandemie soll im August auf der internationalen Tennis-Tour wieder gespielt werden. Bei den Herren wird die Saison am 14. August mit dem Hartplatz-Turnier in Washington fortgesetzt, bei den Damen bereits am 3. August mit dem Sandplatz-Turnier in Palermo. Das teilten die Profi-Organisationen ATP und WTA am Mittwoch mit.

          Tags zuvor hatten bereits die US Open bekanntgegeben, dass das Grand-Slam-Turnier ohne Zuschauer und unter strengen Sicherheits- und Hygieneregeln Ende August in New York stattfinden wird. Auch die vom Mai verlegten French Open sollen vom 27. September bis 11. Oktober in Paris gespielt werden.

          Derweil ist Tommy Haas, einst die Nummer zwei der Tenniswelt und seit 2016 Turnierdirektor in Indian Wells, trotz der aktuellen Diskussionen optimistisch, was die Teilnahme der Topspieler bei den US Open in New York angeht. „Es ist ja schließlich nicht irgendein Turnier, es sind die US Open“, sagte der 42-Jährige im Rahmen einer Videokonferenz am Mittwoch.

          Er könne die Bedenken einiger Spieler durchaus verstehen, sagte Haas: „Wenn man gewohnt ist, mit einer ganzen Entourage zu reisen und dann plötzlich nur eine Begleitperson erlaubt ist, kommt man sicher ins Grübeln.“ Er könne auch jeden verstehen, der da erstmal drüber nachdenke: „Das würde ich auch tun, wenn ich meine Familie, meinen Physio, meinen Hitting Partner zu Hause lassen müsste. Aber dann hätte ich mir gesagt: Okay, drei Wochen geht das mal.“

          Einige Topstars wie der Weltranglistenerste Novak Djokovic oder der spanische Sandplatzkönig Rafael Nadal hatten ihre Teilnahme am Turnier in New York in Frage gestellt. Auch die Australierin Ashleigh Barty und die Rumänin Simona Halep, Nummer eins und zwei der WTA, hatten sich gegen einen Start in New York ausgesprochen.

          München abgesagt, Hamburg hofft

          ATP-Tennisturnier in München findet wegen der Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mehr statt. Für das zunächst verschobene Sandplatz-Event fand sich in der zweiten Jahreshälfte, wenn nach einer fünfmonatigen Pause wieder Turniere stattfinden, kein Termin. Die ursprünglich für 25. April bis 3. Mai vorgesehenen BMW Open werden im Frühjahr 2021 wieder ausgetragen. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit, nachdem die Spielerorganisation ATP den neuen Kalender veröffentlicht hatte.

          Am Hamburger Rothenbaum dagegen hoffen die Veranstalter noch auf einen Termin in diesem Jahr. „Für uns war klar: Wenn die US Open mit einem umfangreichen Hygienekonzept an ihrem Ursprungsdatum festhalten, wird der Turnierkalender im September zu eng bis zum Nachholtermin der French Open“, sagte die Hamburger Turnierdirektorin Sandra Reichel.

          Ein weiteres Update des Kalenders für die Zeit nach den French Open wird laut ATP für Mitte Juli erwartet. Ziel sei es, „so viele Turniere wie möglich neu zu terminieren und so viel wie möglich von der Saison zu retten“, sagte ATP-Europachef David Massey.

          Ursprünglich war die Veranstaltung am Hamburger Rothenbaum vom 11. bis 19. Juli vorgesehen. Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August war eine reguläre Durchführung des Turniers zu diesem Termin aber bereits zuvor ausgeschlossen.

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