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Tennis : Federer knackt in Halle Borgs Rekord

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„Die Zahl ist unglaublich” Bild: dpa

Der Weltranglisten-Erste Roger Federer hat zum vierten Mal in Folge die Gerry Weber Open gewonnen. Im Finale bezwang der Schweizer den Tschechen Tomas Berdych und ist nun seit knapp vier Jahren in 41 Spielen hintereinander auf Gras ungeschlagen.

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          Wimbledon fest im Visier hat sich „Rasen-König“ Roger Federer ein weiteres Mal in den Tennis-Geschichtsbüchern verewigt. Der weltbeste Tennis-Profi gewann am Sonntag durch das 6:0, 6:7 (4:7), 6:2 gegen den Tschechen Tomas Berdych nicht nur das ATP-Turnier im ostwestfälischen Halle als erster Spieler zum vierten Mal in Serie. Der dreimalige Wimbledon-Champion aus der Schweiz egalisierte mit seinem 41. Sieg nacheinander auch den Uraltrekord des legendären Schweden Björn Borg, der von 1976 bis zum Wimbledon-Finale 1981 auf Rasen ungeschlagen war.

          Doch das interessiert den 24jährigen nur am Rande. „Die Zahl ist unglaublich, doch für mich bedeutet es nicht so viel. Aber ich nehme es gerne mit“, sagte Federer, der zuletzt vor vier Jahren in der ersten Wimbledon-Runde gegen Mario Ancic auf Rasen verlor. Für Federer, der zum 15. Mal hintereinander in ein Finale einzog, ist der Erfolg in Halle ein gutes Omen. Denn nach seinen drei vorangegangenen Siegen triumphierte der Schweizer anschließend auch in Wimbledon. „Halle hat mir immer Glück gebracht. Ich hoffe, daß es auch in diesem Jahr auf dem heiligen Rasen wieder so gut läuft“, sagte der Titelverteidiger.

          „Die Woche war hart für mich“

          Doch nach seiner Finalniederlage bei den French Open gegen Rafael Nadal, der beim anderen Wimbledon-Warm Up in Queens im Viertelfinale wegen einer Schulterverletzung aufgeben mußte, hatte Federer in Halle einige Mühe. Vor allem im Viertelfinale gegen Olivier Rochus stand der Weltranglisten-Erste mehrfach vor dem Aus, wurde teilweise sogar vom „Tennis-Floh“ aus Belgien regelrecht vorgeführt. „Die Woche war äußerst hart für mich“, gab Federer zu.

          Aber wie kaum ein anderer zeigte Federer gerade unter Druck sein bestes Tennis und die mentale Stärke eines Weltklasseathleten. Und das bekam Berdych, der bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Federer in der dritten Runde ausgeschaltet und eine seiner bittersten Niederlagen zugefügt hatte, zu spüren. Trotz der Kräfte zehrenden Matches zuvor lieferte der müde Federer gegen den Tschechen eine beeindruckende Vorstellung ab: Im ersten Satz demontierte der Weltranglisten-Erste seinen Kontrahenten in nur 16 Minuten.

          Im zweiten Durchgang fand Berdych endlich seinen Rhythmus und ließ sein Talent aufblitzen. Im Tiebreak behielt er die Nerven und zwang Federer in die Verlängerung. Dort spielte Federer dann aber seine ganze Routine aus und siegte am Ende souverän. „Ich habe mich nicht richtig wohl gefühlt und Roger hat mich überrollt. Aber dennoch bin ich zufrieden“, resümierte Berdych nach dem besten Rasen-Ergebnis seiner Karriere.

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