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Tennis in Acapulco : Fans pfeifen wütenden Zverev im Finale aus

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„Ganz ehrlich, er hat den Sieg wirklich verdient“: Alexander Zverev über seinen Gegner Nick Kyrgios. Bild: AFP

Dem Deutschen werden im Tennis-Endspiel von Acapulco Grenzen aufgezeigt. Gegen Nick Kyrgios hat Alexander Zverev keine Chance. Dazu zieht er sich den Unmut des Publikums zu.

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          Alexander Zverev wütete wie zu besten Zeiten: Erst warf er den Schläger und zerbrach ihn anschließend, dann pöbelte er auch noch Richtung Gegner. Die Quittung: Pfiffe der Fans. Sportlich stand der Weltranglistendritte nach dem Finale des ATP-Turniers in Acapulco mit leeren Händen da. Bei der 3:6, 4:6-Niederlage gegen den „etatmäßigen“ Bad Boy Nick Kyrgios (Australien) wurden dem 21-Jährigen seine spielerischen Grenzen aufgezeigt.

          „Ganz ehrlich, er hat den Sieg wirklich verdient. Er ist der richtige Champion in dieser Woche“, sagte Zverev nach der Partie wieder handzahm. Zumindest dafür holte sich der Hamburger einige Sympathiepunkte beim Publikum zurück. Das Lob für den exzentrischen Kyrgios war mehr als gerechtfertigt, der 23-Jährige war der eindeutige Dominator auf dem Court. Kyrgios bestimmte die Richtung des Spiels, vor allem mit seinen gefühlvollen Stopps zermürbte er den Deutschen ein ums andere Mal.

          Und Zverev wurde zunehmend genervter. Das ging im ersten Satz sogar so weit, dass er nach einem abermaligen Zauberschlag seines Kontrahenten in dessen Richtung schrie. Befreien konnte sich Zverev mit seinen emotionalen Ausbrüchen jedoch nicht, zu sehr diktierte Kyrgios das Match. Ein Break im ersten Satz genügte dem Australier, der sich im kommenden Ranking um 41 Positionen auf Platz 13 verbessern wird.

          Im zweiten Durchgang glückte Zverev zwar nach eigenem Aufschlagverlust zum 0:1 das direkte Rebreak, doch im fünften Spiel verlor er abermals sein Service. Das ließ sich Kyrgios dann nicht mehr nehmen. „Er ist super fit, daher habe ich versucht, die Ballwechsel kurz zu halten“, sagte Kyrgios nach seinem fünften Turniersieg, „heute habe ich gut aufgeschlagen und die wichtigen Punkte gemacht.“

          Auch wenn Zverev seinen ersten Saisonsieg auf der ATP-Tour verpasste, konnte er seinen Auftritt im Urlaubsort am Pazifik als gelungen abhaken, zumal er an der Seite seines Bruder Mischa in der Doppelkonkurrenz triumphierte. Nach seiner Knöchelverletzung bei den Australian Open war die Verunsicherung auch noch in Mexiko präsent. „Ich hoffe, dass es besser wird und ich sehr bald wieder schmerzfrei bin“, hatte Zverev vor seinem Auftaktmatch erklärt.

          Über lange Arbeitszeiten musste sich Zverev dann nicht beklagen. In seinen vier Einzeln bis zum Finale blieb er ohne Satzverlust, im Endspiel dann ohne Satzgewinn. 90 Minuten stand er am Samstagabend auf dem Platz, die Belastung für den Körper hielt sich also vor den anstehenden Turnierwochen in Grenzen. Kyrgios hatte dagegen den deutlichen mühsameren Weg ins Endspiel, musste in den drei Runden zuvor gegen Rafael Nadal, Stan Wawrinka und John Isner jeweils über drei Sätze und stand in seinen vier Matches insgesamt mehr als neun Stunden auf dem Court. „Ich habe körperlich schon ein paar Probleme“, gestand er nach dem Sieg. Ausnutzen konnte das Zverev aber nicht.

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