https://www.faz.net/-gtl-ry9c

Tennis : Deutsche Profis gehen getrennte Wege

  • Aktualisiert am

Gute Form: Tommy Haas Bild: REUTERS

Mit verschiedenen Erfolgen bereiten sich die deutschen Tennis-Profis auf die Australien Open vor. Während Tommy Haas dabei eine hervorragende Form zeigte, schonte Nicolas Kiefer seinen verletzten Knöchel.

          2 Min.

          Thomas Haas hatte viel Spaß mit Andy Roddick, Nicolas Kiefer schonte seinen verletzten Knöchel, und Rainer Schüttler ärgerte sich über sein Auftaktmatch ausgerechnet gegen seinen Freund Lars Burgsmüller. Zwei Tage vor dem Beginn der Australian Open gingen die deutschen Tennisprofis in der Vorbereitung getrennte Wege (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).

          Haas verlor am Samstag das Finale des Einladungsturniers im Melbourner Stadtteil Kooyong gegen Roddick mit 3:6, 6:7 (6:8). Dennoch fühlt er sich bestens präpariert für den Grand-Slam-Auftakt gegen den Franzosen Richard Gasquet. „Ich hätte gerne gewonnen, aber die Niederlage nimmt mich nicht so mit wie bei einem wichtigen Match“, sagte der gebürtige Hamburger. Er hat in der Vorbereitung auf das Grand-Slam-Turnier, bei dem er schon zwei Mal im Halbfinale stand (1999, 2002), mit dem Einzug ins Halbfinale von Doha und dem Sieg über den Weltranglisten-Ersten Roger Federer in Kooyong viel Selbstvertrauen getankt.

          „Tommy ist in Superform“

          Auch gegen Roddick spielte Haas phasenweise starkes Tennis. „Tommy ist in Superform“, bestätigte der Amerikaner. Beide Spieler unterhielten die 8.000 Zuschauer im Kooyong-Club nicht nur mit klasse Ballwechseln, sondern auch mit ein paar lockeren Sprüchen. „Ich denke, Andy muß noch ein bißchen an seinem Service arbeiten“, meinte Haas schmunzelnd nach dem Match gegen den aufschlagstarken Roddick.

          Der Weltranglistendritte wollte nach dem bitteren Erstrunden-Aus bei den US Open die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, wenngleich die Veranstalter des Schauturniers betonten, daß neun von zwölf Kooyong-Siegern den Australian-Open-Titel holten. Der aussichtsreichste deutsche Spieler neben Haas ist Nicolas Kiefer - wenn er rechtzeitig fit wird. Der Hannoveraner bestreitet sein erstes Match gegen den Thailänder Paradorn Srichphan aller Voraussicht nach erst am Dienstag. Somit hat er einen Tag mehr Zeit, seine Bänderdehnung, die er sich im Kooyong-Halbfinale gegen Roddick zugezogen hatte, auszukurieren.

          Mehr Deutsche im Hauptfeld

          Die Zahl der Deutschen im Hauptfeld hat sich unterdessen auf 15 erhöht. Lars Burgsmüller (Mülheim), Denis Gremelmayr (Lampertheim) und Kathrin Wörle (Nonnenhorn) beendeten am Samstag auch die dritte und letzte Runde der Qualifikation als Sieger. Burgsmüller wurde danach ausgerechnet seinem Freund und Trainingspartner Rainer Schüttler zugeordnet, gegen den er vier von sieben Matches verloren hat. Gremelmayr trifft auf den routinierten Schweden Jonas Björkman, Wörle auf Laura Granville aus den Vereinigten Staaten. Beide Qualifikanten feiern ihr Grand-Slam-Debüt in Melbourne.

          Mit Qualifikanten bekommen es auch Alexander Waske (gegen den Franzosen Jean-Christophe Faurel) und Martina Müller (gegen die Slowakin Jarmila Gajdosova) zu tun. Neben Roddick verbuchten auch sein Landsmann James Blake und der Finne Jarkko Nieminen kurz vor dem ersten Aufschlag im Melbourne Park noch einen Turniersieg. Blake rang im Finale von Sydney den Russen Igor Andrejew mit 6:3, 2:6, 7:6 (7:3) nieder. Nieminen bezwang im Endspiel von Auckland den kroatischen Daviscup-Sieger Mario Ancic mit 6:2, 6:2 und holte damit den ersten ATP-Titel nach Finnland.

          Weitere Themen

          So hatte Beierlorzer das nicht trainiert

          Mangelhafte Mainzer : So hatte Beierlorzer das nicht trainiert

          Das Gute an Geisterspielen ist, dass man sie als potentieller Zuschauer nicht sehen muss. Die Mainzer Fans hätten gegen Leipzig genauso wenig Grund zur Freude gehabt wir Trainer Beierlorzer.

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Triumph der Leisen

          DFB-Bundestag : Triumph der Leisen

          Ein überwältigendes Online-Votum: Auch in der dritthöchsten Fußball-Klasse soll der Ball vom 30. Mai an wieder rollen. DFB-Präsident Keller spricht von „gelebter Demokratie“.

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.