https://www.faz.net/-gtl-6wz7s

Tennis-Damen : Der nächste Punktsieg

  • -Aktualisiert am

Mit Beharrlichkeit kann man einiges erreichen - auch im Damentennis: Mona Barthel Bild: AFP

Die deutschen Tennisdamen beweisen, dass der Sprung in den Profisport viel mit Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen und Begeisterung zu tun hat. Das Profidasein hat nicht nur glitzernde Seiten.

          1 Min.

          Das nächste Jahr wird das Jahr der Wahrheit“, hatte Barbara Rittner vor ein paar Monaten mitten in die Begeisterung gesagt, die von den deutschen Tennisdamen entfacht worden war. Das Punktesystem der Tennis-Weltrangliste will es nämlich so, dass alle Ergebnisse eines Turniers nach exakt zwölf Monaten aus der Wertung herausfallen und durch die neuen ersetzt werden.

          Doch schon nach der ersten Woche der Australian Open, des ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, lässt sich feststellen: Mit Ausnahme der verletzten Andrea Petkovic, die allerdings aufgrund ihrer Viertelfinalteilnahme im vergangenen Jahr gleich 500 Punkte verlieren wird, werden sich alle deutschen Damen noch weiter verbessern. Und dank Mona Barthel ist zu dem Quartett um Petkovic, Sabine Lisicki, Julia Görges und Angelique Kerber noch eine hinzugekommen, die im vergangenen Jahr kaum jemand auf der Rechnung hatte.

          Die 21 Jahre alte Einser-Abiturientin steht nicht nur wie Andrea Petkovic dafür, dass sich Leistungssport und höchste Schulausbildung tatsächlich immer noch nicht ausschließen. Vor allem aber zeigt ihr Weg, dass der Sprung in den Profisport viel mit Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen und Begeisterung zu tun hat und nicht nur voller glitzernder Seiten ist.

          Vor einem Jahr hat die nächste deutsche Tennishoffnung noch bei einem Challenger-Turnier in Grenoble gespielt und in der zweiten Runde verloren - zwölf Monate später war es die große Bühne in Melbourne, auf der sie gegen die Weltranglistendritte Viktoria Asarenka antrat. Sie gehört nun zu den vierzig besten Spielerinnen der Welt, und wer es so weit bringt, hat viele Entbehrungen hinter sich.

          Vielleicht schweißt die deutschen Tennisdamen ja zusammen, dass sie alle diesen Weg gegangen sind. Die Bereitschaft, für einen erfolgreichen Weg in einer deutschen Fed-Cup-Mannschaft eigene Interessen hintenanzustellen, scheint groß zu sein.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Topmeldungen

          Ausschreitungen in Amerika : Die Polizei wird der Lage nicht Herr

          In Atlanta verletzt ein Wurfgeschoss einen Polizisten. In New York fährt ein Polizei-SUV in eine Menschenmenge. In Richmond wird ein Brand gelegt. Präsident Trump setzt auf die Armee, um „Amerika wieder großartig zu machen“.
          Das ungarische Parlament in Budapest

          Sondervollmachten sollen enden : War Ungarns Weg das richtige Modell?

          Die Sondervollmachten für Viktor Orbán haben viel Kritik hervorgerufen. Nun sollen sie enden – aber viele der von der ungarischen Regierung erlassenen Verordnungen werden in Gesetze umgewandelt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.