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Aus bei ATP Finals : Zverev muss sich Augen-OP unterziehen

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„Dieses Jahr war nicht das beste für mich“: Alexander Zverev Bild: dpa

Zeit zur Erholung bleibt Alexander Zverev kaum. Nach seinem Halbfinal-Aus bei den ATP Finals fliegt er für Show-Matches nach Südamerika. Danach steht eine OP an. Für die neue Saison wagt er eine interessante Prognose.

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          Trotz aller Enttäuschung über das Halbfinal-Scheitern und die verpasste Titelverteidigung in London blickt Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev zuversichtlich in die neue Saison. „Dieses Jahr war nicht das beste für mich. Aber das Ende war ganz gut. Ich hoffe, darauf kann ich aufbauen“, sagte der 22-Jährige am Samstagabend und gab zu: „Ich bin jetzt schon relativ froh, dass das Tennisjahr zu Ende ist. Ich freue mich auf die neue Saison.“

          Mit einem 7:5, 6:3 beendete der Österreicher Dominic Thiem nicht nur Zverevs offizielles Tennisjahr, sondern zerstörte auch die Hoffnungen seines „guten Freundes“, wie er Zverev nannte, auf die Wiederholung des Vorjahres-Titels. Thiem trifft nun im Endspiel am Sonntag (19.00 Uhr bei Sky) auf den Griechen Stefanos Tsitsipas, der im ersten Halbfinale den sechsmaligen Turniersieger Roger Federer bezwang.

          Federer und Zverev fliegen am Sonntagabend gemeinsam nach Südamerika und bestreiten dort Show-Matches in Chile, Kolumbien, Mexiko und Ecuador. Danach wird sich Zverev voraussichtlich einer Augenoperation unterziehen. „Ich habe Probleme mit meinen Augen und dieses Jahr viele Probleme gehabt, wenn ich mit Kontaktlinsen gespielt habe“, sagte Zverev und berichtete von einer Hornhautverkrümmung, unter der er leide und die schlimmer werde. Den Eingriff werde er in New York vornehmen lassen. Dieser sei „etwas mehr als nur eine Laser-Operation“, erklärte der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg.

          Neben sportlichen Schwierigkeiten machten Zverev in diesem Jahr auch private Probleme zu schaffen. Die Phase nach den US Open, als er im Achtelfinale ausschied, macht ihm aber Mut. In Peking stand er im Halbfinale, in Schanghai im Finale, in Paris-Bercy schied er im Achtelfinale aus – hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber schon für die ATP Finals der besten acht Spieler des Jahres qualifiziert. „Ich hoffe, dass ich das mitnehmen kann in die neue Saison“, sagte Zverev.

          Für 2020 prognostizierte der Norddeutsche ein Ende der Dominanz von Federer (38), Rafael Nadal (33) und Novak Djokovic (32) bei den vier wichtigsten Turnieren. „Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass es nächstes Jahr einen neuen Grand-Slam-Sieger geben wird“, sagte Zverev (22) und nannte neben Tsitsipas (21) und Thiem (26) den Russen Daniil Medwedew (23) – und sich selbst. „Ich hoffe, dass ich auch unter den Kandidaten bin. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt. Aber ich glaube, für die Jungen wird es ein spannendes Jahr“, sagte Zverev.

          Der ehemalige Tennisprofi Rainer Schüttler wird derweil neuer Trainer des deutschen Fed-Cup-Teams. Das teilte der Deutsche Tennis Bund am Sonntag mit. Der 43 Jahre alte Korbacher tritt die Nachfolge von Jens Gerlach an, der künftig als Coach von Julia Görges arbeitet. Schüttler erhält nach DTB-Angaben einen Vertrag für das Jahr 2020 und wird das Team erstmals beim Auswärtsspiel in Brasilien am 7. und 8. Februar betreuen. „Fed-Cup-Kapitän zu sein, ist eine spannende Aufgabe und große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, sagte Schüttler. Als Profi stand er 2003 im Endspiel der Australian Open und gewann mit Nicolas Kiefer 2004 bei Olympia in Athen die Silbermedaille.

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