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Kerber trotz Aus in Stuttgart : „Lange nicht mehr so gut auf Sand gefühlt“

  • Aktualisiert am

Es hat nicht ganz gereicht: Angelique Kerber scheidet in Stuttgart als letzte Deutsche aus. Bild: AFP

Das WTA-Turnier in Stuttgart findet ab dem Viertelfinale ohne deutsche Beteiligung statt. Auch Angelique Kerber scheidet aus. Für die French Open sieht sie sich dennoch gut gerüstet.

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          Angelique Kerber setzt nach dem Achtelfinal-Aus beim Tennis-Turnier in Stuttgart motiviert ihre Vorbereitung auf die French Open fort. Für sie gehe es gleich beim Sandplatz-Turnier in Madrid vom 29. April bis 8. Mai weiter, erklärte die 33-Jährige. Sie präsentierte sich nach ihrem 6:7 (4:7), 3:6 am Donnerstagabend gegen die Weltranglisten-Fünfte Jelina Switolina aus der Ukraine auffallend optimistisch.

          „Ich glaube allgemein, das ganze Match war schon eins der besten oder das beste Match in diesem Jahr auf jeden Fall“, sagte die Kielerin: „Auch vom Kopf her, vom Körper, habe ich mich gut gefühlt – schon lange nicht mehr so gut, besonders natürlich auf Sand, was mir natürlich auch einen positiven Blick nach vorne gibt.“

          Sand ist nicht der Lieblingsbelag der ehemaligen Weltranglisten-Ersten. Der Titel bei den French Open, die in diesem Jahr am 30. Mai beginnen sollen, fehlt ihr. Die drei anderen Grand-Slam-Turniere hat sie je einmal gewonnen.

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          Von anfangs acht deutschen Teilnehmerinnen ist damit keine mehr im Viertelfinale des mit 456 073 Euro dotierten Sandplatz-Hallenturniers dabei. In Kerbers zweitem diesjährigen Stuttgart-Auftritt war entscheidend, dass die Deutsche den engen ersten Satz und anschließend die lange auf gutem Niveau gezeigte Konstanz verlor. „Es waren ein, zwei Punkte, die den ersten Satz entschieden haben“, sagte Kerber: „Sie hat mir keine Luft zum Atmen gelassen, nicht eine Sekunde. Ich habe zwei Spiele Anfang des zweiten Satzes vom Niveau ein bisschen nachgelassen. Und das hat sie natürlich gespürt.“

          Anders als am Mittwoch gegen die klare Außenseiterin Jekaterine Gorgodse aus Georgien war Kerber gegen Switolina voll gefordert. Seit 2016 in Montreal hatte sie nicht mehr gegen die Ukrainerin gewonnen, nun sieben Mal nacheinander verloren. „Ich freue mich auf so eine Challenge direkt zum Anfang der Sandplatzsaison, damit man auch direkt sieht, wo man steht und wo man sich noch weiter entwickeln kann, besonders im Hinblick auf Paris“, hatte Kerber zuvor gesagt.

          Die Schleswig-Holsteinerin bemühte sich, aktiv zu spielen und sich nicht nur in die Defensive drängen zu lassen. Das gelang ihr lange erfolgreich. Die Kielerin führte mit 5:4 und 6:5, konnte den ersten Satz aber dennoch nicht für sich entscheiden. Im Tiebreak unterliefen ihr drei Vorhand- und ein Doppelfehler, vier Punkte gingen damit ohne Not an die Gegnerin. Es war mehr drin.

          Im zweiten Durchgang drückte ihre Körpersprache dann nicht mehr aus, dass sie noch an sich glaubte. Mit einem weiteren leichten Fehler und einem weiteren Doppelfehler überließ Kerber der 26-jährigen Switolina das vorentscheidende Break zum 1:3.

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