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Angelique Kerber : Das schwere Leben als Nummer eins

  • Aktualisiert am

Endstation Achtelfinale: Angelique Kerber scheitert in Peking. Bild: dpa

Zwei Turniere hat Angelique Kerber nach ihrem Aufstieg zur Nummer eins der Tenniswelt bisher gespielt. Jeweils ist im Achtelfinale schon Endstation. Beim Aus in Peking verfällt sie in alte Fehler.

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          Angelique Kerber hat auf dem Weg zu den WTA-Finals erneut ein frühes Turnier-Aus hinnehmen müssen. Im Achtelfinale der China Open verlor die angeschlagene Australian- und US-Open-Siegerin am Donnerstag 3:6, 5:7 gegen Jelina Switolina aus der Ukraine. Die 19. der Tennis-Weltrangliste hatte zuvor bereits Tatjana Maria und Sabine Lisicki aus der mit mehr als vier Millionen Dollar dotierten Konkurrenz in Peking geworfen.

          Körperlich sei sie wegen Problemen am Bein nicht bei 100 Prozent gewesen, sagte die Schleswig-Holsteinerin. „Ich habe ganz sicher nicht mein bestes Tennis gespielt“, sagte Kerber. „Ich weiß, dass ich mich gut bewegen muss, um mein Spiel zu spielen, ich konnte mein Spiel nicht wie gewohnt spielen.“ Gegen Switolina hatte die zweifache Grand-Slam-Siegerin ihren rechten Oberschenkel bandagiert.

          Ihre Teilnahme am WTA-Tennisturnier in Hongkong in der kommenden Woche ist deswegen unsicher. „Es ist noch in meinem Terminplan. Direkt nach dem Spiel weiß ich aber nicht, was mit meinem Bein ist“, sagte die Nummer eins.

          Auch beim Turnier in der Vorwoche in Wuhan war Kerber schon im Achtelfinale gescheitert. Dort hatte sie in einem Marathon-Match knapp gegen die spätere Turniersiegerin Petra Kvitova aus Tschechien verloren. In Asien bereitet sich die 28-Jährige auf den abschließenden Saisonhöhepunkt der besten acht Spielerinnen vor. Die WTA-Finals in Singapur beginnen am 23. Oktober.

          Dort muss Kerber ihre Chancen besser nutzen und weniger Fehler machen als bei den jüngsten Niederlagen. Schon im langen Auftaktspiel gegen Switolina vergab sie drei Breakmöglichkeiten. In der verbissen geführten Partie mit vielen langen Ballwechseln schaffte es die Norddeutsche zu selten, Switolina unter Druck zu setzen.

          Die gut aufspielende 22-Jährige brachte viele Bälle zurück und übernahm auch selbst die Initiative. Nach der ersten nutzte sie auch gleich die zweite Breakchance zum 5:3. Kerber gelang es anschließend trotz guter Möglichkeiten nicht, noch einmal in den Satz zurückzukommen. Nur eine von insgesamt zehn Breakchancen verwertete sie im ersten Durchgang.

          Die folgende Ansprache von Trainer Torben Beltz schien zu wirken. Kerber führte schnell 3:0, gab diesen Vorsprung aber ebenso fix wieder ab und verfiel in die alten Fehler. Nach dem Break zum 6:5 verwandelte Switolina nach 1:30 Stunden Spielzeit ihren dritten Matchball zum verdienten Sieg. Im achten Vergleich mit Kerber war es der dritte Erfolg für die Ukrainerin.

          Jelina Switolina besiegte die Deutsche in zwei Sätzen.

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