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Tennis am Rothenbaum : Licht und Schatten für Deutsche in Hamburg

  • Aktualisiert am

Überraschung gelungen: Yannick Hanfmann schlägt Gael Monfils Bild: Reuters

Zwei Siege, zwei Niederlagen: Es hätte besser laufen können für die deutschen Tennisprofis in Hamburg. Vor allem das Aus von Struff kam überraschend. Deutschlands Tennis-Legende Becker durfte aber immerhin zwei Mal jubeln.

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          Aus für die Etablierten, Überraschungen durch die zweite Reihe: Für die deutschen Tennisprofis gab es bei den Hamburg European Open am Dienstag insgesamt Licht und Schatten. Während sich Jan-Lennard Struff und Philipp Kohlschreiber mit Drei-Satz-Pleiten jeweils bereits in der ersten Runde verabschiedeten, schafften Dominik Koepfer und Yannick Hanfmann am Rothenbaum vor den Augen von Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker den Sprung ins Achtelfinale.

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          Struff verlor auf dem modernisierten Centre Court gegen den an Nummer acht gesetzten Russen Karen Chatschanow mit 6:7 (5:7), 6:4, 5:7 und gab dabei einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Routinier Kohlschreiber musste sich dem an Nummer sechs notierten Fabio Fognini nach hartem Kampf mit 6:4, 1:6, 5:7 geschlagen geben.

          Koepfer rang den Japaner Yoshihito Nishioka dagegen mit 7:6 (7:0), 4:6, 6:1 nieder und bekommt es nun am Mittwoch mit dem an Nummer vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut zu tun. Hanfmann bezwang den an Nummer drei gesetzten Gael Monfils aus Frankreich mit 6:4, 6:3 und trifft nun auf Cristian Garin aus Argentinien. „Beides sind harte Arbeiter, die eine tolle Einstellung haben. So kann man im Tennis erfolgreich sein“, sagte Becker über die beiden deutschen Sieger.

          Struff vergab gegen Chatschanow den Sieg leichtfertig. Der 30 Jahre alte Warsteiner lag im entscheidenden Satz zwei Mal ein Break vorne und schlug beim Stand von 5:4 sogar zum Matchgewinn auf. Doch dann leistete sich der Davis-Cup-Spieler zu viele leichte Fehler und verpatzte damit die Generalprobe für die am Sonntag beginnenden French Open in Paris. Das gilt auch für den in Hamburg topgesetzten Daniil Medwedew. Der Russe verlor seine Erstrundenpartie gegen den Franzosen Ugo Humbert mit 4:6, 3:6.

          Hanfmann war dagegen glücklich. „Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Boris zugeschaut hat“, sagte er nach seiner starken Leistung gegen den im zweiten Satz leicht angeschlagenen Monfils. „Aber es freut mich natürlich, dass er eine gute Performance von mir gesehen hat.“

          Der 28 Jahre alte Karlsruher war nach seinem Finaleinzug in Kitzbühel in der vergangenen Woche bereits nach Paris gereist, um sich dort auf die Qualifikation für die French Open vorzubereiten. Dann bekam er am Freitagabend den Anruf der Hamburger Veranstalter, ob er eine Wildcard für das mit rund 1,2 Millionen Euro dotierte Sandplatz-Event in der Hansestadt annehmen wolle. „Es war keine leichte Entscheidung, weil ich die French Open liebe. Aber ich denke, es war die richtige Entscheidung“, sagte Hanfmann nach seinem Erfolg.

          Rein punktetechnisch hat sich der Entschluss für Hamburg bereits gelohnt. Für den Achtelfinal-Einzug bekommt Hanfmann 45 Punkte für das Ranking, womit er seinem Ziel, unter die Top 100 einzuziehen, einen großen Schritt näher kam. Zumal er die Punkte vom Einzug ins Hauptfeld von Paris aus dem vergangenen Jahr wegen der besonderen Regeln in der Corona-Zeit nicht verliert. Derzeit ist Hanfmann die Nummer 103 der Welt.

          Koepfer hatte bei seinem ersten Auftritt bei einem ATP-Turnier in Deutschland gegen Nishioka Schwerstarbeit zu verrichten. Der Japaner brachte nahezu jeden Ball zurück und ließ erst im dritten Satz etwas nach. „Das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagte Koepfer zu seinem ersten Sieg bei einem Heimspiel.

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