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Frankfurter Golfclub : Achtung vor der blutigen Nase!

  • -Aktualisiert am

Der Teampokal steht an. Bild: Imago

Der Frankfurter Golfclub zählt im Kampf um den Mannschaftspokal des Deutschen Golfverbandes nicht gerade als „Topfavorit“. Dennoch gibt sich Cheftrainer Jan Förster kämpferisch.

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          Als „Topfavoriten“ sieht Cheftrainer Jan Förster den Frankfurter Golfclub beim Mannschaftspokal des Deutschen Golfverbandes (DGV) zwar nicht, der von diesem Freitag an bis Sonntag auf der Anlage des Golfclubs Hardenberg in der Nähe von Göttingen ausgetragen wird. Aber in den Kreis der Medaillenanwärter reiht Förster seine Klubmannschaft schon ein. „Unser Ziel ist es auf jeden Fall, vorne mitzuspielen“, sagt er. Nachdem die reguläre Bundesliga-Saison mit ihren zunächst fünf Spieltagen im Norden und im Süden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, wird der neue deutsche Mannschaftsmeister nun zum ersten Mal sehr spät im Jahr auf „einem großen (Abschluss-)Turnier“ ermittelt.

          Bei den Herren treten alle zehn Bundesliga-Klubs an, bei den Damen – darunter ebenfalls der Frankfurter Golfclub – sind es neun. Absolviert werden drei Runden Zählspiel. Bei den Herren sind vom jeweils sechsköpfigen Aufgebot in Hardenberg fünf Spieler am Start, die besten vier Scores kommen in die Tageswertung. Durch das Zählspiel „kommt es ganz extrem darauf an, dass man keine wirklich hohen Nummern an irgendeinem Loch schießt“, betont Förster. Die Damen nehmen den Wettkampf mit jeweils vier Spielerinnen auf, in die Wertung gelangen die besten drei Resultate.

          Vorzeigbare Plazierungen

          Das Team von Förster geht mit großem Selbstbewusstsein in den ungewöhnlichen Saisonhöhepunkt, der in Zukunft nicht zum Regelfall werden soll. Denn die Frankfurter sind gerade Hessenliga-Sieger geworden – bereits zum 26. Mal. Von den möglichen zwölf Punkten holte Frankfurt elfeinhalb. Kein Wunder, dass Förster sein Golf-Ensemble in einer guten Verfassung sieht. In Hardenberg muss es auch nach einer Saison unter erschwerten Bedingungen auf den Punkt topfit sein, seien dort doch jeweils „nur die Besten am Start“. Im Gegensatz zu ihrer Konkurrenz bieten die Frankfurter aber keine Spieler aus dem europäischen Ausland, etwa aus Irland, Schottland oder Tschechien, auf. Dadurch würde „unser Spirit ein bisschen verlorengehen“, sagt Förster. „Es ist immer noch eine deutsche Amateurliga. Der Klub und ich halten es nicht für sinnvoll, einen Spieler aus dem Ausland zu haben, der vielleicht unseren Platz noch nie gespielt hat und dann nur zum Spieltag kommt.“

          Die Frankfurter haben in diesem Jahr schon vorzeigbare Plazierungen erzielt: Malte von Blankenfeld ist deutscher Meister geworden. Und Teamkollege Stefan Widergrün hat sich den Titel in der Altersklasse 30 gesichert. Mit Lukas Buller, der im Anschluss an die Saison 2021 ins Profilager wechseln könnte, haben die Hessen außerdem einen ehemaligen Jugend-Nationalspieler in ihren Reihen. Den Sprung ins Aufgebot für das Saisonfinale schafften auch Ben Bradley und Valentin Smits. Tim Opderbeck ist der Einzige ohne Erfahrung bei einem großen Event. Die Nominierung für den Kader erfolgte nach den Leistungen in diesem Spieljahr: Jeder Akteur hatte mindestens 15 Turniere bestreiten müssen. Qualifiziert wäre auch Tim Mayer gewesen, seine Verpflichtungen an der Universität hatten bei ihm jedoch Vorrang.

          Die Herausforderungen in Hardenberg schätzt Förster als sehr hoch ein. Spieler wie Matthias Schmid (Herzogenaurach), der gerade Europameister geworden ist, würden nicht nur von der Spielstärke der Teilnehmer künden. Auch den Golfplatz betrachtet der Frankfurter Cheftrainer als sehr anspruchsvoll. „Man kann sich schon eine blutige Nase holen“, sagt er und gibt die Richtung vor: „Man muss hier mental bei sich bleiben – und clevere Entscheidungen treffen.“

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