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Rund-um-die-Welt-Regatta : Das grandiose Comeback des Ocean-Race-Veteranen

  • Aktualisiert am

Jagd über den Atlantik: Das Brunel-Team fliegt dem Sieg auf der neunten Ocean-Race-Etappe entgegen. Bild: Sam Greenfield/Volvo Ocean Race

Auf der drittletzten Etappe des Ocean Race setzt sich die Brunel-Crew von Skipper Bouwe Bekking in einem spannenden Flauten-Finale durch. Der Kampf um den Gesamtsieg ist nun an Dramatik kaum zu überbieten.

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          Die größten Emotionen kamen vom Zweitplazierten: „Das war ein unglaubliches Rennen“, jubelte Simoen Tienpont am frühen Dienstagmorgen, kurz nachdem der Skipper des niederländischen AkzoNobel-Teams mit seiner Yacht im Hafen von Cardiff angelegt hatte. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Crew. Wir haben bis zur Ziellinie alles gegeben und sind sehr stolz auf unseren zweiten Platz“, sagte Tienpont.

          Dabei hatten der 36 Jahre alte Mann aus Dirksland und seine Crew den Sieg auf der neunten Etappe des Volvo Ocean Race gerade einmal um vier Minuten verpasst. Den Triumph auf dem drittletzten Teilstück einer der härtesten Segelregatten der Welt sicherte sich nämlich das ebenfalls niederländische Brunel-Team – und machte damit das Rennen um den Gesamtsieg bei der Rund-um-die-Welt-Regatta noch einmal überaus spannend.

          „Der Gesamtsieg ist nun unsere Hauptaufgabe“

          Auf dem 3300 Seemeilen langen Abschnitt von Newport in den Vereinigten Staaten in die walisische Hauptstadt setzte sich die Brunel-Crew von Skipper Bouwe Bekking nach acht Tagen, acht Stunden, 39 Minuten und 53 Sekunden auf See in einem finalen Flauten-Krimi im Bristolkanal gegen AkzoNobel durch – und sich damit die für die Transatlantik-Etappe vorgesehene doppelte Punktzahl gesichert. Als drittes Team segelte das Dongfeng Race Team über die Ziellinie.

          Nächtlicher Jubel: Die Brunel-Crew nach der Zielankunft in Cardiff.
          Nächtlicher Jubel: Die Brunel-Crew nach der Zielankunft in Cardiff. : Bild: Jesus Renedo/Volvo Ocean Race

          Mit dem Etappensieg hat sich Brunel mit Bekking als achtmaligem Rekordteilnehmer nach schwachem Einstieg in die 13. Ocean-Race-Auflage eine Chance im Kampf um den Gesamtsieg erkämpft. Zwei Etappen vor Ende des Meeres-Marathons liegt Brunel nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Dongfeng. Zum zweitplatzierten spanischen Team Mapfre fehlen Bekkings Crew zwei Zähler.  Der 54 Jahre alte Bekking, der das Rennen in sieben Anläufen nicht gewinnen konnte, sagte: „Wir haben die Lücke zu Dongfeng und Mapfre geschlossen. Der Gesamtsieg ist nun unsere Hauptaufgabe.“

          Eingeteilt in insgesamt elf Etappen jagen die sieben teilnehmenden Yachten nunmehr seit neun Monaten einmal um den Erdball, haben auf ihrer bislang etwa 70.000 Kilometer langen Route bereits vier Mal den Äquator passiert und mit dem Kap der Guten Hoffnung, dem Kap Leeuwin sowie dem Kap Hoorn an den Südspitzen von Afrika, Australien und Südamerika gleich drei für Segel-Fanatiker mythische Orte umrundet. Am 10. Juni starten die Teilnehmer nun auf die vorletzte Etappe ins schwedische Gothenburg. Von dort geht es dann zum endgültigen Zielort Den Haag in den Niederlanden – wo das Ocean Race dann am 30. Juni endgültig enden wird.

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