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Extremtaucher Achim Schlöffel : „Mein Schatz sind die Bilder aus der Tiefe“

„Ich wollte wissen, ob ich dazu in der Lage bin“: Achim Schlöffel (vorne) war der Erste, der durch den Ärmelkanal getaucht ist. Hier mit Seil bei einem Dekompressionsstopp. Bild: Bruno Borelli

Achim Schlöffel taucht nicht, um der Beste zu sein: Der Abenteurer spricht im Interview über die fremde Welt unter Wasser, die sichtbare Umweltverschmutzung und den Blick auf die Vergangenheit.

          5 Min.

          Herr Schlöffel, Sie sind Extremtaucher. Was suchen Sie unter Wasser, was Sie an Land nicht finden?

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Für mich ist der größte Reiz immer gewesen, etwas zu entdecken. An Land ist das schwer geworden, dafür wurde ich ein paar Jahrhunderte zu spät geboren. Aber unter Wasser gibt es diese Chance noch. Tauchen ist für mich wie eine Zeitreise, durch die Tiefe kann ich in die Vergangenheit reisen. Deshalb liebe ich es auch so sehr, alte Wracks zu suchen. Mitte der neunziger Jahre bin ich mal zu einem französischen U-Boot getaucht, das im Zweiten Weltkrieg untergegangen war und nun vor Libyen liegt. Das war komplett unangetastet, wir waren die Allerersten, die es dort zu sehen bekamen. Mir geht es gar nicht so sehr um das Eindringen in diese Wracks, ich suche auch nicht nach einem Schatz oder nehme etwas mit. Ich will diese Szenerie erleben. Mein Schatz sind die Bilder, die ich aus der Tiefe mitnehme.

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