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Taekwondo : Der Kampf um Kimia Alisadeh

Will nicht mehr bevormundet werden und sieht ihre Zukunft in Deutschland: Kimia Alisadeh Bild: Reuters

Die Taekwondoka Kimia Alisadeh hat mit ihrer Emigration weltweit Schlagzeilen gemacht. Jetzt möchte sie für Deutschland starten, der deutsche Taekwondo-Verband ist sehr interessiert. Ein Start bei Olympia in Tokio erscheint dennoch unwahrscheinlich.

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          Die Deutsche Taekwondo-Union (DTU) bemüht sich, die aus Iran emigrierte Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro, Kimia Alisadeh zu integrieren. Dazu haben DTU-Vizepräsident Musa Cicek und Generalsekretär Andreas Rahn am Sonntag in Hamburg mit der einzigen Iranerin, die eine Olympische Medaille für ihr Land gewonnen hat, gesprochen. In dem Gespräch in der Hansestadt hat die 21 Jahre alte Kampfsportlerin den Wunsch geäußert für Deutschland zu starten.

          Kimia Alisadeh hatte vor rund einer Woche weltweit Schlagzeilen gemacht, weil sie in einem Instagram-Post erklärt hatte, von der Bevormundung und Diskriminierung als Frau und Sportlerin in der Islamischen Republik Iran genug zu haben und dort künftig nicht mehr leben und trainieren zu wollen. Kimia Alisadeh ist auf Grund ihres Erfolges von Rio de Janeiro im Alter von 18 Jahren die bekannteste iranische Sportlerin und war im Anschluss an die Olympischen Spiele Zweite der Weltmeisterschaften 2017 geworden.

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