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Big-Wave-Surfer Nic von Rupp : Dorthin, wo das Testosteron schäumt

  • -Aktualisiert am

In der großen Welle: Nic von Rupp. Bild: Konstantin Arnold

Surfen auf dem nächsten Level: Nic von Rupp ist für die Big-Wave-World-Tour nominiert. Er reist um die Welt, um Naturgewalten zu bezwingen.

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          Sintra, Portugal, im Garten. Nic von Rupp wendet die Würstchen. Kleine Chorizos mit Speck. Hinter dem Rauch liegt der Ausblick: Stadt, Wald, Schloss, ein portugiesischer Traum. Für heute ist Feierabend, und die Würstchen sind auch fast fertig. Es werden die letzten Chorizos mit Speck sein, die Nic von Rupp in diesem Jahr zu sich nimmt. Ab morgen heißt es, Steine unter Wasser schleppen, Training. Avocados und Bananen. Seit Anfang des Jahres nämlich ist klar: Der Deutschportugiese wird von Herbst an Teil der diesjährigen Big-Wave-World-Tour sein, einer von sechzehn Gladiatoren. Jahr für Jahr entscheidet ein Gremium von Surfern mit Denkmalstatus, wer auf der Weltkarte der größten Stürme – Indonesien, Fidschi, Hawaii, Portugal, Irland – am meisten geglänzt hat. Nic von Rupp ist einer von ihnen.

          Er war vor Ort, im Dezember, als die Monster kamen. Trotz einer Verletzung im Oberschenkel und stinksauren Physiotherapeuten reiste der 29-Jährige kurz vor Weihnachten nach Kalifornien. Ein Tief über dem Pazifik ließ auf enorme Wellenbewegungen hoffen. Surfer aus der ganzen Welt folgten den größten Voraussagen in der Geschichte der Half Moon Bay. Nic von Rupp war unsicher. Das könnte seine große Chance sein, der Aufstieg in die World Tour. Er träumte von keinem Ärger mehr mit Sponsoren, aber auch vom möglichen Ende seiner Karriere, vom Risiko, auch vom Tod. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Südlich von San Francisco wird ihm etwas Besonderes gelingen.

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