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Wellenreiten oder Klimaschutz? : Surfer im moralischen Dilemma

  • -Aktualisiert am

Sehnsuchtsort der Szene: Vor Nazaré in ­Portugal sind die Wellen besonders schön. Bild: Getty Images Sport/Getty Images

Von Hawaii nach Australien, nach Brasilien und Südafrika: Profi-Surfer sind Klimasünder. Einige wollen nun aus diesem System aussteigen. Kann der Sport nachhaltiger werden?

          6 Min.

          Konsistente Wellen, tropische Strände und eine entspannte Atmosphäre: die indonesische Insel Bali ist ein beliebter Treff für Profi- und Amateur-Surfer aus der ganzen Welt. Von Frankfurt aus ist die rund 6000 Kilometer entfernte Insel im Indischen Ozean mit Zwischenstopp in rund 15,5 Flugstunden zu erreichen. Allein bei der Hin- und Rückreise fallen rund vier Tonnen CO2 an – und damit das Doppelte der angestrebten internationalen Richtlinie von rund zwei Tonnen CO2 pro Person und Jahr.

          Für Surfer ist dies ein moralisches Dilemma. Denn der Reiz dieses Sports lebt auch von der Suche nach dem nächsten Surf-Spot, der nächsten „perfekten Welle“. Viele Surfer sind naturverbundene Menschen. Denn die Natur ist beim Wellenreiten so „nah“ wie bei kaum einer anderen Sportart. Den Surfbuch-Autoren Stefan Strauss und Ralf Götze zufolge steht keine andere Sportart in diesem Maße „mit der Urgewalt der Natur, mit dem Element des Ursprungs und der Energie des Lebens“ in Verbindung wie das Wellenreiten.

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