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NBA-Finalserie : Curry verzaubert alle mit einem neuen Rekord

  • Aktualisiert am

Stephen Curry (links) ist im zweiten NBA-Finalspiel nicht zu halten. Bild: AP

Die Golden State Warriors sind auf dem Weg zum nächsten Titel in der NBA. Herausragend beim zweiten Sieg der Finalserie ist Stephen Curry. Ein Cleveland-Spieler dagegen muss mit Häme leben.

          Mit einem außergewöhnlichen Dreier-Festival beeindruckte Stephen Curry selbst seine Teamkollegen. Beim zweiten Sieg der Golden State Warriors im zweiten NBA-Finale gegen die Cleveland Cavaliers und LeBron James lief der Superstar zu ganz großer Form auf. Mit neun verwandelten Drei-Punkte-Würfen feierte der 30-Jährige beim klaren 122:103 einen Endspiel-Rekord in der besten Basketball-Liga der Welt. „Er nimmt die großen Würfe - und er trifft die großen Würfe“, schwärmte Warriors-Profi Draymond Green über Curry.

          In der Best-of-Seven-Serie führt Golden State mit 2:0 - und braucht vor dem erneuten Duell am Mittwoch (Ortszeit) in Cleveland nur noch zwei Siege zum dritten Titeltriumph in den vergangenen vier Jahren. „Er war fantastisch“, sagte Warriors-Trainer Steve Kerr über die Leistung von Curry. „Es schien so, als würde er die wichtigen Würfe immer dann treffen, wenn wir sie am nötigsten hatten“. Knapp die Hälfte seiner Dreier verwandelte Curry in Bedrängnis. Jeder versenkte Dreier wurde von den in Gelb gekleideten Fans in der Oracle Arena im kalifornischen Oakland mit tobendem Applaus gefeiert. „Er trifft die schwierigen Würfe, das ist, was er tut“, sagte Cleveland-Coach Tyronn Lue über Curry.

          Der Spielmacher gab außerdem acht Assists und holte sieben Rebounds beim Heimerfolg des Titelverteidigers. In den vergangenen drei Finalserien gegen die Cavs zeigte Curry für seine Verhältnisse eher durchschnittliche Auftritte - ist nun aber nach auskurierter Verletzung rechtzeitig in Topform. Sein Teamkollege Kevin Durant kam auf 26 Punkte, neun Rebounds und sieben Assists im Spiel. Klay Thompson verbuchte 20 Zähler. Neben der herausragenden Offensivleistung von Curry war es vor allem die Verteidigungsarbeit, die die Warriors zum Erfolg führte. „Unsere Verteidigungsarbeit war heute gut“, erklärte Golden-State-Coach Kerr. „Wir haben eine viel intensivere Verteidigung gespielt als im ersten Spiel“.

          Kerrs Gegenüber bemängelte hingegen den schwachen Spielbeginn seiner Mannschaft. Die Cavaliers lagen nach noch nicht einmal vier Minuten bereits mit 6:15 in Rückstand. „Wir müssen das Spiel besser beginnen“, sagte Cavs-Trainer Lue. „Mehr Körpereinsatz, das haben wir heute am Anfang vermisst“. Cavaliers-Superstar LeBron James war mit 29 Punkten, 13 Assists und neun Rebounds erneut der Leistungsträger beim Vizemeister. „Es ist natürlich beschissen, zu verlieren“, sagte der dreimalige NBA-Champion. Kevin Love verbuchte 22 Punkte und holte 13 Rebounds bei der Niederlage.

          Der Pechvogel des ersten Spiels, J.R. Smith, wurde von den Fans der Warriors in der zweiten Partie nicht verschont. Bei seiner Vorstellung erhielt er Standing Ovations der gegnerischen Fans und bei jedem kleinsten Fehler hallte es hämisch „M-V-P, M-V-P“ durch die Arena. Smith hatte im ersten Treffen den Sieg verschenkt, weil er den Spielstand kurz vor Schluss falsch eingeschätzt hatte.

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