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Start der Basketballsaison : „Augen zu und durch“

Die Basketball-Bundesliga startet in eine neue Saison mit ungewissem Ausgang. Bild: Picture-Alliance

Die besten Mannschaften Deutschlands steigen mit dem Basketball-Bundesliga-Pokal in die neue Saison ein. Doch über der Freude der Teilnehmer liegt der Schatten der Corona-Pandemie.

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          Am Anfang der Diskussion wünschte sich Stefan Holz etwas. „Wir wollen wieder über Sport reden“, sagte er und fing danach an, von den Vereinen und den Spielern zu schwärmen, die die Basketball-Bundesliga (BBL) zu bieten habe, womit er auch von der Liga schwärmte, für die er seit fünf Jahren als Geschäftsführer arbeitet. Am Donnerstag hat die BBL eine Diskussionsrunde im Internet veranstaltet. „Wir wollen Spaß haben“, sagte Holz, „tollen Sport erleben.“ In den nächsten eineinhalb Stunden ist dann viel diskutiert worden, aber um Spaß am Sport ging es kaum.

          Christopher Meltzer

          Sportkorrespondent in München.

          An diesem Wochenende steigen die besten deutschen Basketballmannschaften mit dem BBL-Pokal in die neue Saison ein. Man musste am Donnerstag aber nur ihren Protagonisten zuhören, um zu ahnen, was auf sie zukommt. „Wir haben das Credo: Augen zu und durch – und schauen, dass wir diese Saison irgendwie überstehen“, sagte Philipp Galewski, der Geschäftsführer von Brose Bamberg. „Wir hangeln uns von Tag zu Tag“, sagte Marco Baldi, der Geschäftsführer von Alba Berlin. Und auch Holz sagte irgendwann: „Es wird ein harter Winter.“

          Klubs brauchen Zuschauereinnahmen

          Am Pokalwettbewerb, der am 1. und 2. November mit dem „Top Four“ in München enden soll, lässt sich aufzeigen, was den Vereinen in den Monaten der Pandemie nach wie vor droht: Sport ohne Zuschauer, die dafür zahlen. Am Wochenende dürfen nur in Weißenfels Fans in die Halle. „Wir brauchen aber die Zuschauereinnahmen“, sagte Holz: „Wenn wir die nicht haben, müssen Staatshilfen fließen.“ Jeder Klub kann bis zu 800.000 Euro aus dem 200-Millionen-Konjunkturpaket für den Profisport beantragen. Die Mehrheit der Vereine, so vermutet es Holz, wird das auch tun.

          Und dann ist da ja noch das Virus selbst. In der Euroleague ist bereits eingetreten, was auch der Bundesliga droht. Die französische Spitzenmannschaft Villeurbanne musste ein Spiel absagen, weil sich zu viele Profis mit Covid-19 infiziert haben. Was plant die BBL für so einen Fall? Sie will die Spiele verlegen und neu ansetzen. „Wir schauen einfach, wie oft wir das können und wie weit wir damit kommen“, sagt Holz: „Das ist der einfache Plan. Wir sind da relativ gelassen.“ Am 6. November soll die Hauptrunde anfangen. Holz sagt: „Das große Thema der Saison wird Flexibilität sein müssen.“ Er sagt aber auch: „Es wird Einschläge geben.“

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