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„Das ging so schnell“ : Sprinterin Lückenkemper berichtet von schlimmen Anfeindungen

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Social Media kann Fluch und Segen sein, sagt Gina Lückenkemper. Bild: picture alliance / ATP

Nach ihrer Galavorstellung über 100 Meter bei der deutschen Meisterschaft gibt Gina Lückenkemper ein TV-Interview. Darin spricht sie auch über eine Zeit, in der sie „am Boden“ lag.

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          Sprinterin Gina Lückenkemper hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben massive Beleidigungen und Anfeindungen in den sozialen Medien erlebt. „Am schlimmsten war, dass in der Gesellschaft auf jemanden, der am Boden liegt, eher drauf getreten wird, als dass eine helfende Hand kommt“, sagte die Leichtathletin im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF über die vergangenen zwei Jahre, in denen sie mit sportlichen Rückschlägen und Verletzungen zu kämpfen hatte. „Social Media ist Fluch und Segen zugleich, Fluch war es bei mir vor zwei Jahren“, berichtete die 25-Jährige.

          Sie habe „schlichtweg Beleidigungen“ einstecken müssen. „Von Leuten, die keine Ahnung haben, was ich in den Sport investiere, und die mir sagen wollten, dass ich gar nichts kann.“ Es habe sie erschreckt, „wie schnell einen alle abgeschrieben haben. Das ging so rasend schnell, schneller als ich laufen kann. Das war schon krass.“ Mittlerweile fokussiere sie sich mehr auf ihr „tolles Umfeld“.

          Lückenkemper lässt Resultate sprechen

          Die Kritik war für Lückenkemper nach eigenen Angaben auch ein Ansporn. „Definitiv, zu 100 Prozent“, sagte die für den SCC Berlin startende EM-Zweite von 2018. Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin am Samstag hatte die Westfälin über 100 Meter vor Rebekka Haase aus Wetzlar (11,20 Sekunden) und Yasmin Kwadwo (11,44 Sekunden) in starken 10,99 Sekunden gewonnen. Damit blieb sie nur vier Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit. Es sei „sehr, sehr schön“ gewesen, die Grenze von 11 Sekunden zu knacken, sagte sie. „Es war aber für mich etwas, was ich die ganze Zeit für möglich gehalten habe.“

          Titelverteidigerin Alexandra Burghardt – bei den Olympischen Winterspielen in Peking Silbermedaillen-Gewinnerin im Bob – hatte angeschlagen auf einen Start verzichtet. Die frühere Meisterin Tatjana Pinto war im Finale nicht angetreten.

          Zum Titel bei den Herren stürmte erstmals Owen Ansah vom Hamburger SV in 10,09 Sekunden. Im vergangenen Jahr hatte sich Ansah über 200 Meter durchgesetzt. Zweiter wurde Julian Wagner in 10,12 Sekunden vor dem ebenfalls für den HSV laufenden Lucas Ansah-Peprah, der 10,17 Sekunden brauchte. Der frühere Meister Kevin Kranz lief in 10,21 Sekunden als Vierter knapp an den Medaillen vorbei.

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