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Großer Preis von Aachen : Überraschung durch Gerrit Nieberg

  • -Aktualisiert am

Nehmen alle Hindernisse: Springreiter Gerrit Nieberg und Ben. Bild: dpa

Im Stechen des Großen Preises von Aachen zeigen Gerrit Nieberg und sein elf Jahre alter Wallach Ben den schnellsten fehlerfreien Ritt. Der Überraschungscoup ist eine halbe Million Euro wert.

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          Gerrit Nieberg, der jüngste und unerfahrenste Reiter im Stechen des Großen Preises von Aachen, hat seine vier ausgebufften Konkurrenten locker übertrumpft: Mit einer fehlerfreien Runde und der verblüffenden Zeit von 38,63 Sekunden gewann er die Siegprämie von 500.000 Euro. Hinterher war er selbst ganz verdattert. Der 29 Jahre alte Sohn des zweimaligen Mannschafts-Olympiasiegers Lars Nieberg aus Münster fand mit seinem elfjährigen Westfalenwallach Ben den kürzesten Weg in dem raffinierten Aachener Stech-Parcours, der in einer atemraubenden Langstrecke auf einen riesigen Oxer zu gipfelte.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Zweiter wurde der Brite Scott Brash mit Hello Jefferson in 39,24 Sekunden vor Nicola Philippaerts aus Belgien mit Katanya (39,92). Platz vier belegte der in Belgien lebende Wiesbadener und Vorjahressieger Daniel Deußer auf Killer Queen. Der Amerikaner McLain Ward überhastete mit der Stute Azur den letzten Absprung und handelte sich dadurch einen Abwurf ein.

          Es wurde viel Geld gewonnen bei diesem mit 1,5 Millionen dotierten Großen Preis – aber auch viel verpasst. So hätte Deußer bei einer Wiederholung seines Vorjahres-Erfolgs eine Million Euro einnehmen können. Zu dem Preisgeld wäre noch eine Prämie des vom Uhrenhersteller Rolex gesponsorten Grand Slam gekommen, denn zu dieser Serie gehört neben Aachen unter anderem auch der Große Preis in s’Hertogenbosch, den Deußer zuletzt gewann. 

          Als Sieger beim zweiten Turnier in Folge hätte er 500.000 Euro Zusatzprämie erhalten. Für den vierten Platz nahm er immerhin noch 150.000 Euro ein. Er wurde gefragt, wie er sich jetzt fühle: „Wie fühlt man sich“, fragte er, „wenn man 850.000 Euro mehr hätte gewinnen können?“

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